Boulevard Am Wall Einzelhandel beklagt Kundenrückgang

Seit Anfang September ist ein Teil des Boulevards Am Wall eine Einbahnstraße, der Radweg wurde ausgebaut. Weil die Kunden ausbleiben, hat eine Ladeninhaberin einen Brief an Andreas Bovenschulte geschrieben.
04.10.2021, 18:10
Lesedauer: 2 Min
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Von SOA Sophia Allenstein

Iselin Crass ist wütend. Seit sechzehn Jahren führt sie ein Geschäft für Dessous und Designermoden am Wall, hat die Finanzkrise und den Großbrand im Textilgeschäft Harms miterlebt. Ob ihr Laden auch die zukünftigen Monate übersteht, weiß Crass nicht. Die Einzelhändlerin schätzt, dass ihr aktuell 30 Prozent an Einnahmen wegen der Einbahnstraßenregelung am Wall verloren gehen. „Die Verkehrsmaßnahmen kosten uns die Existenz", sagt sie. „Wir haben mit Rücklagen und Unterstützung von Familie und Freunden gerade so die Pandemie überlebt." In einem Brief an die Politik zählt Crass Gründe auf, die ihrer Meinung nach zu dem Kundenrückgang geführt haben. Vermehrte Staubildung, desorientierte Verkehrsteilnehmer, eine „baustellengleiche Optik“ – das alles lädt laut Crass nicht zum Verweilen und Shoppen in den Läden am Wall ein. Gegen eine Einbahnstraße und radfreundlichere Straßen hat sie nichts, kritisiert die aktuellen Neuerungen aber als überstürzt und „überhaupt nicht durchdacht“.

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