Rettungseinsatz nach Notruf aus England

An Land statt zu Wasser: Seenotleitung Bremen hilft Frau in Berlin

Über den Umweg Bremen hat eine Frau aus England am Sonntag ihrer gesundheitlich angeschlagenen Mutter in Berlin geholfen. Die Seenotleitstelle Bremen half ihr bei der Rettung.
30.03.2020, 14:56
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An Land statt zu Wasser: Seenotleitung Bremen hilft Frau in Berlin
Von Max Seidenfaden
An Land statt zu Wasser: Seenotleitung Bremen hilft Frau in Berlin

Weil sie den Notruf in Deutschland nicht alarmieren konnte, half die Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen einer Frau aus England aus.

Björn Hake

An Land statt zu Wasser hat die Seenotleitung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen am Sonntag einer Frau aus England und ihrer in Berlin lebenden Mutter geholfen.

Laut DGzRS hatte die Tochter von den gesundheitlichen Beschwerden ihrer 71 Jahre alten Mutter erfahren - jedoch konnte keiner von beiden den Rettungsdienst alarmieren. In ihrer Not rief die Tochter die britische Notfallnummer an. Dort konnte man zwar nicht den Notruf in Deutschland kontaktieren, wusste jedoch um die internationale Zusammenarbeit der Rettungsleitstellen. So wurde über die britische Küstenwache die Leitstelle Bremen kontaktiert, die den Notruf an den Berliner Rettungsdienst weiterleitete.

Doch noch war die Mutter nicht gerettet: Denn angekommen an der Adresse muss die Telefonkette bis zur in den Midlands lebenden Tochter zurücklaufen, damit diese den Einsatzkräften den Namen der Mutter mitteilen konnte.

Der Rettungsdienst brachte laut DGzRS die 71-Jährige in ein Krankenhaus, Lebensgefahr habe nicht bestanden. Zweieinhalb Stunden nach der Alarmierung kontaktierte die Seenotleitung Bremen die Tochter und informierten sie über den Zustand und das Krankenhaus, in dem ihre Mutter behandelt wird.

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