Ortsamtsleiter Peter Nowack nimmt Blumenthaler Beirat vor Anke Krohne von den Linken in Schutz "Antrag auf Glas Wasser fände Mehrheit"

Blumenthal. Zur Beiratssitzung in Blumenthal am Montag schrieb DIE NORDDEUTSCHE, dass die Linke Anke Krohne "an diesem Abend keinen Fuß auf die Erde bekommen hat". Angesichts dreier abgeschmetterter Anträge, sowie in einem Falle die Verweigerung von Ja-Stimmen vom Gros der Versammlung (sprich: Enthaltungen), meinte Krohne tags darauf, dass sie wohl selbst mit einem Antrag auf ein Glas Wasser scheitern würde.
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Von Albrecht-Joachim Bahr

Blumenthal. Zur Beiratssitzung in Blumenthal am Montag schrieb DIE NORDDEUTSCHE, dass die Linke Anke Krohne "an diesem Abend keinen Fuß auf die Erde bekommen hat". Angesichts dreier abgeschmetterter Anträge, sowie in einem Falle die Verweigerung von Ja-Stimmen vom Gros der Versammlung (sprich: Enthaltungen), meinte Krohne tags darauf, dass sie wohl selbst mit einem Antrag auf ein Glas Wasser scheitern würde.

Das schien Ortsamtsleiter Peter Nowack der Polemik zu viel. Jetzt stellt er sich mit einem offenen Brief schützend vor die Mitglieder des Beirats: "Dem Vorwurf von Frau Krohne möchte ich entschieden entgegentreten." Krohne ignoriere Fakten und suggeriere, dass die übrigen Beiratsmitglieder kein Interesse daran hätten, ihre (Krohnes) Initiativen für Blumenthal mitzutragen, nur weil eben sie die Anträge stelle. Nowack: "Frau Krohne versucht sich als Märtyrerin."

Dazu habe sie allerdings keinen Anlass, wie der Ortsamtsleiter vorrechnet. Allein in seiner Amtszeit kommt er bei den von Krohne an den Beirat gerichteten Anträgen oder Anfragen auf eine Zustimmungs-Quote von letztendlich 60Prozent. Soweit Nowacks rechnerische Betrachtung. Inhaltlich hält er Krohne vor, allein am vergangenen Montag in zwei Angelegenheiten schief gelegen zu haben. Erstens sei ihr Antrag in Sachen Regionalausschuss so formuliert gewesen, dass die darin enthaltenen Forderungen "gegen die Vorgaben des Beirätegesetzes verstoßen".

Der Versuch, den Antrag brauchbar umzuformulieren "ist an der mangelnden Kooperationsgemeinschaft von Frau Krohne gescheitert". Zudem das Thema Kraftwerk Farge: Das habe Krohne möglicherweise als "linkes, bürgernahes Projekt" für sich reklamieren wollen. Jedenfalls sei es ihr nicht gelungen, die Zielrichtung ihres Antrages klarzustellen und sei "zu Recht gescheitert".

Sein Ziel sei es, bemerkt Nowack abschließend, dass der Beirat sowohl im Rathaus wie auch bei der Bevölkerung vor Ort mit erforderlichem Respekt wahrgenommen werde. "Populismus ist da schädlich." Wenn sich Krohne aber an die Grundlagen der Beiratsarbeit halte - verlässliche Politik, orientiert an den Bedürfnissen der Bürger - dann würde die überparteiliche Zusammenarbeit deutlich besser - "und ein Antrag auf ein Glas Wasser würde eine große Mehrheit finden".

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