Widerspruch möglich Apple schickt Kamera-Autos erst 2020 nach Bremen

Die Kamera-Autos des US-Konzerns Apple fahren erst 2020 durch Bremen und Niedersachsen, nachdem vor kurzem bereits Google und Microsoft für ihre Kartendienste in der Region unterwegs waren.
01.08.2019, 11:37
Lesedauer: 2 Min
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Apple schickt Kamera-Autos erst 2020 nach Bremen
Von Jonas Mielke

Die Kamera-Autos von Apple werden erst im kommenden Jahr durch Bremen und Niedersachsen fahren. Das bestätigte das Presseteam des US-Technologiekonzerns auf Anfrage des WESER-KURIER. Zunächst hieß es, auch von der Verbraucherzentrale Bremen, dass die Aufnahmen bereits Mitte August in Bremen stattfinden sollen. In welchem Zeitraum Apple 2020 Bilder erfassen will, sei noch nicht klar.

Apple startet 2019 in Süddeutschland

Erst vor kurzem waren Google und Microsoft für ihre Kartendienste mit Kamera-Autos in Bremen und umzu unterwegs, die Apple-Autos fahren zwar auch schon in diesem Sommer durch Deutschland - zunächst aber nur in Süddeutschland. Im kommenden Jahr sollen dann Bremen, Niedersachsen, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein folgen, so ein Sprecher des Unternehmens.

Zunächst nur Verbesserung der Grundfunktionen

Die Aufnahmen sollen zunächst der Verbesserung der Grundfunktionen des Apple-Kartendienstes dienen, so das Unternehmen. Über eine Erweiterung der sogenannten Look-Around-Funktion in Deutschland werde erst später entschieden. Die Funktion ermöglicht Nutzern einen 360-Grad-Blick.

Wie Widerspruch möglich ist

Die zuständige Datenschutzbehörde für die Apple-Aufnahmen in ganz Deutschland ist das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht. Gerrit Cegielka, Verbraucherrechtsexperte der Verbraucherzentrale Bremen, sagt: „Schon in der Vergangenheit waren etliche Menschen durch die Kamerawagen verunsichert und wollten keine Bilder ihrer Hausfassaden im Internet sehen.“ Verbraucher können den Aufnahmen widersprechen und verlangen, dass die Bilder von ihren Häusern verpixelt oder sogar die Rohdaten der Aufnahmen gelöscht werden. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht bietet dazu auf seiner Internetseite einen vorformulierten Mustertext sowie weitere Infos. Apple informiert hier, wann in welcher Region Kamera-Autos unterwegs sein sollen.

Datenschützer: Widerspruch hat Bestand

Cegielka von der Bremer Verbraucherzentrale sagt, dass Verbraucher, die bereits in diesem Jahr ihren Widerspruch bei Apple eingelegt haben, dies 2020 wohl nicht erneut machen müssen. "Ich gehe davon aus, dass der Widerspruch Bestand hat", sagt er. Wichtig sei die Unternehmensseite: "Die Frage ist, ob Apple das 2020 noch richtig zuordnen kann."

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