Studie schlägt Mischform vor

Arbeiten und Wohnen am Könecke-Gelände

Eine Studie schlägt für das Cola-Könecke-Gelände in Hemelingen eine Mischform aus Wohnen und Arbeiten vor. Ein neuer Bahnhof soll ebenfalls entstehen.
07.12.2017, 16:02
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Hasemann
Arbeiten und Wohnen am Könecke-Gelände

Blick auf das Cola-Könecke-Gelände in Hemelingen.

Christina Kuhaupt

Eine Erschließung entlang der Bahnlinien, Gewerbe- und Wohnflächen und den weitgehenden Abriss des Altbestandes – so stellen sich die Stadplaner vom Büro BPW Baumgart und Partner die Zukunft des Könecke-Cola-Geländes in Bremen-Hemelingen vor. Im Beirat Hemelingen präsentieren sie den Abschluss der städtebaulichen Studie zu den weitgehend brachliegenden Industrieflächen im Herzen des Stadtteils.

Eine große Herausforderung für die Planer ist der Lärm auf dem knapp 100.000 Quadratmeter großem Areal – gleich zwei Eisenbahnlinien grenzen an das Gelände. Die Planungen sehen vor, den Lärm auf der westlichen Seite entlang der Bahnlinie zu konzentrieren. Dort soll künftig auch die Haupterschließungsstraße liegen, von der ruhigere Anlieger- und Wohnstraßen in das Quartier führen.

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Geschlossene Gebäuderiegel für Gewerbenutzung schirmen den innenliegenden Wohnbereich von Lärm ab. Diese „Lämriegel“ könnten bis zu vier Stockwerke hoch werden, die Wohnhäuser dagegen sollen sich am vorhandenen Bestand orientieren und nicht höher als drei Vollgeschosse werden. Sie umschließen begrünte Innenhöfe und sind als Geschoss- und Reihenhäuser geplant. Besonders ins Auge fallen könnte ein Gebäude an der Spitze des neuen Quartiers im Bereich des Gleisdreiecks an der Föhrenstraße. Dort schwebt den Planern ein bis zu acht Stockwerke hohes und markantes Gebäude vor, ähnlich Böhmers Spitze in der Überseestadt. Dort entsteht außerdem ein neuer Bahnhaltepunkt, der zweitgrößte nach dem Hauptbahnhof.

Die Studie schlägt außerdem vor, den Altbestand weitgehend abzureißen – zu aufwendig sei bei den meisten Gebäuden ein Umbau. Das gilt auch für das ehemalige Brauereigebäude mit seinem markanten Turm. Einzig im ehemaligen Verwaltungsgebäude von Könecke, welches zur Zeit von der Zwischenzeitzentrale (ZZZ) genutzt wird, den ehemaligen Brauerhäusern und einem Bunker an der Hemelinger Bahnhofstraße sieht die Studie Potenzial für eine weitere Nutzung. Geplant ist außerdem ein Anschluss des neuen Quartiers an den Hemelinger Hafen.

Das Ende der städtebaulichen Studie, an der in mehreren Runden auch die Menschen aus dem Stadtteil eingebunden waren, ist gleichzeitig der Beginn für einen neuen Abschnitt der Planungen. 2018 sollen die notwendigen Gutachten entstehen und mit der Bauleitplanung begonnen werden.

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