Zahlen für April vorgestellt

Arbeitslosigkeit in Bremen leicht gesunken

Die Bundesagentur für Arbeit hat am Donnerstag die Arbeitslosenzahlen für April veröffentlicht. Im Bundesland Bremen und in Niedersachen gibt es demnach etwas weniger Arbeitslose als im März.
29.04.2021, 10:56
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Arbeitslosigkeit in Bremen leicht gesunken
Von Florian Schwiegershausen
Arbeitslosigkeit in Bremen leicht gesunken

Die Bremer Arbeitsagentur verzeichnet bei den Arbeitslosenzahlen eine leichte Frühjahrsbelebung.

Hendrik Schmidt/dpa

Der April vor einem Jahr war der Monat, bei dem die Auswirkungen des ersten Corona-Lockdown voll durchschlugen. Damals zeigten im Bremer Stadtgebiet 4965 Betriebe Kurzarbeit an. In Bremerhaven waren es 906 Unternehmen. In diesem April sind es im gesamten Gebiet der Bremer Arbeitsagentur – zu den zwei Städten kommt noch der Landkreis Osterholz hinzu – 75 Betriebe, die neu Kurzarbeit angezeigt haben. Der Chef der Bremer Arbeitsagentur, Joachim Ossmann, sagte: „Dazu kommt noch eine ganze Reihe von Betrieben aus den vergangenen Monaten, bei denen es weiterhin Kurzarbeit gibt.“

Auf dem Arbeitsmarkt konnte die Agentur aber eine ganz leichte Frühjahrsbelebung feststellen: mit Blick auf die Zahlen im Vergleich zum Vormonat. So waren im April in der Stadt Bremen 33.133 Personen arbeitslos gemeldet. Damit beträgt die Arbeitslosenquote 10,8 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat sind das 0,1 Prozent weniger, verglichen mit dem April 2020 waren es dagegen 0,4 Prozent mehr. In Bremerhaven lag die Arbeitslosenquote im April bei 13,5 Prozent gegenüber 13,6 Prozent im März und 14,1 Prozent im Vorjahresmonat. Das entspricht 8177 Personen, die im April in der Seestadt arbeitslos gemeldet wurden. Sorge bereitet dem Chef der Bremer Arbeitsagentur die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen, von denen eine ganze Reihe auch keine abgeschlossene Berufsausbildung habe.

In Niedersachsen fiel die Arbeitslosenquote ähnlich wie im März aus mit 5,9 Prozent. Damit waren hier 257.179 Menschen ohne Arbeit. Im Vergleich zum April 2020 lag die Zahl der Arbeitslosen aber damit um mehr als 10.000 über dem damaligen Wert. Das entspricht einem Plus von 4,2 Prozent. Auch wenn der Leiter der Arbeitsagentur für Bremen und Bremerhaven von einer leichten Frühjahrsbelebung sprach: Diese fiel niedriger aus als in den Jahren vor der Pandemie.

Bei der Präsentation der Arbeitslosenzahlen gab Joachim Ossmann außerdem einen Zwischenstand für den Ausbildungsmarkt: „Der April ist hier immer eine Art Markierstein.“ Bis jetzt wurden der Arbeitsagentur für Bremen, Bremerhaven und den Landkreis Osterholz zusammen für das im August beginnende Ausbildungsjahr 4616 Ausbildungsplätze gemeldet. Das entspricht einem Plus von knapp sieben Prozent. Dem stehen 3908 gemeldete Bewerber gegenüber. Das entspricht einem Plus von knapp zwei Prozent. Ossmann gab zu bedenken, dass nicht alle automatisch einen Ausbildungsplatz erhalten. Die Vermittlung durch die Berufsberater laufe per Telefon oder zum Teil über soziale Medien. Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht, kann sich unter der Nummer 0421-1781245 an die Bremer Jugendberufsagentur wenden.

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