Lokaltermin

Asiana: Vorspeise war das Beste

Die Frühlingsrollen als Vorspeise sind ausgezeichnet, doch bei den Hauptspeisen im Asiana sinkt die Qualität deutlich. Trockenes Huhn, zu kurz gegartes Gemüse und zu weicher, unansehnlicher Fisch.
19.11.2017, 18:12
Lesedauer: 2 Min
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Von Karina Skwirblies

Stadt London wird die große Kreuzung in Burglesum genannt, wo es links nach Lesum und rechts nach Ritterhude geht. Den Namen verdankt die Kreuzung einem historischen Gebäude an einer Ecke der Kreuzung, in dem sich ein Lokal befindet, das jüngst den Besitzer wechselte. Nun wartet hier das asiatische Restaurant Asiana mit Gillspezialitäten, Fondues und anderen Speisen auf. Zur Mittagszeit verabrede ich mich hier mit einer Bekannten, die in Lesum wohnt.

Das Asiana ist sehr gut besucht. Von den rund 50 Plätzen ist die Hälfte besetzt, überwiegend von älteren Gästen, die ihr Mittagsmahl genießen. Das Asiana hat die Räumlichkeiten zum Teil neu gestaltet, und so schmücken eine asiatisch anmutende Kassettendecke, ein großes Aquarium und große Bilder den Gastraum. Tische und Stühle sind zweckmäßig, aber eine Spur altbacken. Alles wirkt etwas einfalls- und stillos. Allerdings sind die Tische liebevoll und apart eingedeckt.

Sehr günstige Preise

Die Mittagskarte, die prompt von einer freundlichen Asiatin gebracht wird, hält 22 Gerichte zwischen 6,50 und 7,90 Euro vor. Da eine Vorspeise und eine Kugel Eis als Nachspeise im Preis inbegriffen sind, sind das sehr günstige Preise. Das Angebot ist wenig überraschend: Es sind die üblichen Verdächtigen, die in asiatischen Restaurants serviert werden. Huhn, Ente oder Rind in süß-saurer Soße, in Sojasoße oder mariniert. Außerdem Bami Goreng, Nasi Goreng, Bratnudeln oder gebratenes Gemüse. Da fällt uns die Wahl nicht schwer. Ich ordere Ente und gegrillte Hühnerfleischspieße mit Erdnuss-Soße für 7,90 Euro, meine Begleiterin knuspriges Rotbarschfilet mit süß-sauer Soße für 6,90 Euro.

Die Bedienung im Asiana ist zuvorkommend, bei der Verständigung hapert es allerdings. Meine Begleiterin, die um einen nicht allzu kalten Orangensaft bittet, erhält ein nahezu heißes Getränk. Als Vorspeise bekommen wir eine Frühlingsrolle, die groß, knusprig und gut gefüllt ist. Auch das Innere der Teighülle ist nicht matschig, wie so oft. Gefüllt ist die Frühlingsrolle mit Sojasprossen, Hackfleisch und Kohl. Sie schmeckt ausgezeichnet. Doch dies ist schon fast das Beste an dem ganzen Essen. Denn die Hauptmahlzeiten sehen zwar mit einer Ausnahme gut aus und sind ansprechend angerichtet, doch der Geschmack lässt zu wünschen übrig.

Wir beide haben eine große Kugel Reis, der nicht zu der besten Sorte gehört. Auf einem Bett aus Sojasprossen, sehr wenig Bambus und Zwiebeln befinden sich bei mir gebratene Entenstücke und ein Hühnerspieß, bei meiner Begleiterin zwei Stück Fisch, die in einer weiß-grauen Panade nicht appetitlich aussehen. Das Gemüse ist zu wenig durchgegart, stellen wir fest. Die Zwiebeln sind fast roh und auch die Sojasprossen hätten mehr Hitze vertragen. Die Ente ist kross und wohlschmeckend und hat auch nicht zu viel Fett, stelle ich erfreut fest. Das Hühnerfleisch dagegen ist trocken und minimal mit Erdnuss-Soße bedeckt, die wenig überzeugt. Dafür habe ich eine süß-sauer-Soße erhalten, die ich weder wollte noch mochte: Einige Stücke Ananas in einer glibberigen Soße, der man das Glutamat von weitem ansieht.

Die Soße meiner Begleiterin ist mit Champignons, Ananas, Karotten und Kräutern angereichert, schmeckt jedoch ebenfalls stark nach Glutamat. Das Rotbarschfilet verdient den Namen knusprig nicht. Er ist viel zu weich und ist zu lange erhitzt worden.

Asiana, Bremer Heerstraße 51, 28719 Bremen, Telefon 0421/640445, barrierefrei. Mittagsangebot: dienstags bis freitags von 12 bis 15 Uhr. Getränkepreise: Kaffee 2,20 Euro, Wasser (0,25 l) 2,40 Euro, Softdrinks (0,3 l) 2,40 Euro, Bier (0,3 l) 2,70 Euro, Wein (0,2 l) ab 3,50 Euro.

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