Mondfinsternis in Bremen Astrofans erklimmen Hügel und Dächer

Bremen. Die Astrofotografen lauern mit ihrer Ausrüstung auf dem Acker, Mondbegeisterte suchen sich einen Hügel oder ein Dach mit freier Sicht: Wer in Bremen die Mondfinsternis heute Abend beobachten will, hat die Wahl zwischen mehreren Aussichtspunkten.
15.06.2011, 10:05
Lesedauer: 1 Min
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Astrofans erklimmen Hügel und Dächer
Von Sara Sundermann

Bremen. Die Astrofotografen lauern mit ihrer Ausrüstung auf dem Acker, Mondbegeisterte suchen sich einen Hügel oder ein Dach mit freier Sicht: Wer in Bremen die Mondfinsternis heute Abend beobachten will, hat die Wahl zwischen mehreren Aussichtspunkten.

„Meine persönliche Empfehlung ist, sich irgendwo ein freies Feld oder einen hohen Balkon zu suchen, wo man freie Sicht Richtung Südosten hat“, sagt Andreas Vogel, Leiter des Olbers-Planetariums in Bremen. Der Mond werde nah über dem Horizont stehen, wenn er in den Kernschatten der Erde eintaucht.

In den ersten zwei Stunden nach dem Mondaufgang um 21.45 Uhr sei der Mond am besten zu sehen – wenn der Himmel frei ist. Ob Wolken den Mondfans am Ende einen Strich durch die Rechnung machen, ist allerdings der Wettervoraussage zufolge noch unsicher.

Sternwarte auf dem Planetarium-Dach

Wer die Finsternis in Bremen mit Teleskop und kundiger Begleitung betrachten will, kann auch das Dach des Olbers-Planetariums erklimmen: Dort betreibt die Olbers-Gesellschaft eine eigene kleine Sternwarte und bietet heute Abend ab 21.30 Uhr bei schönem Wetter Beobachtungen an.

„Wir werden eines unserer Instrumente direkt auf den Mond richten und da könnten Besucher dann auch mal durchschauen“, sagt Walter Fedderwitz, Vorsitzender der Olbers-Gesellschaft. Der Zugang zur Observatorium erfolgt über den Eingang der Hochschule für Nautik in der Werder-Straße.

Zur Olbers-Gesellschaft gehören in Bremen über 300 Astronomie-Interessierte. Allerdings stehe die neue Bebauung auf dem Stadtwerder der Beobachtung zu Anfang der Finsternis im Wege, sagt Fedderwitz: „Wir müssen warten, bis der Mond hinter den Häusern hervorkommt.“

Auch Andreas Vogel rät Mondbegeisterten zur Landpartie. Es sei nicht sicher, ob man das Phänomen vom Planetarium-Dach aus wirklich so gut sehen könne wie von einem freien Feld, so Vogel. Er selbst will sich das Naturschauspiel auf den Feldern seines Heimatortes Langwedel ansehen.

Auch die Astronomische Vereinigung Lilienthal (AVL) will den Mond auf ihrem Vereinsgelände in Wührden beobachten. Interessierte können sich den kundigen Beobachtern bei der Sternwarte der AVL auf dem Gelände des Kindergartens Wiesenbuttjer in Lilienthal anschließen.

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