DGzRS investiert in die Ausbildung

Bessere Ausbildung für Seenotretter

Durch eine Spende von 50 000 Euro des Unternehmens Ernsting’s Family können die Seenotretter in neue Technik und ein neues Ausbildungssystem investieren. Letzteres soll auch in Bremen zum Einsatz kommen.
27.10.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Bessere Ausbildung für Seenotretter
Von Ulrike Troue

Die Seenotretter freuen sich über eine zweckgebundene Spende von 50 000 Euro des Coesfelder Textilunternehmens Ernsting’s Family. Gerhard Harder, ehrenamtlicher Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), traf sich zu einer symbolischen Übergabe der Spende mit Lilly, Karin, Birgit und Stephan Ernsting an der DGzRS-Zentrale am Weserufer. Denn auch die Bremer profitieren davon.

Von der einen Hälfte der Spende soll ein De-Briefing-Systeme im DGzRS-Simulatorzentrum für die Aus- und Fortbildung angeschafft werden. Rolf Detlefsen, Leiter des Simulationszentrums, erklärte den Gästen die Funktionsweise des neuen Systems, durch das im Simulator durchgeführte Übungen detailliert nachvollzogen und besprochen werden können.

Da Trainings und Übungen mit realen Einheiten zwar sein müssen, aber immer mit hohem Aufwand verbunden sind, fällt dem Training der Besatzungen im Simulator große Bedeutung zu. Zumal auf diese Weise beinahe jede nur erdenkliche Übungssituation erzeugt werden kann. Die neuen De-Briefing-Systeme sollen nach Mitteilung der DGzRS nicht nur in der Zentrale in Bremen, sondern auch im Trainingszentrum in Neustadt in Holstein und ebenso auf dem im Bau befindlichen neuen Trainingsschiff zum Einsatz kommen.

„Die ständige Aus- und Fortbildung unserer überwiegend freiwilligen Seenotretter ist unabdingbar“, sagte Gerhard Harder. „Sie wissen nie, was sie draußen erwartet, aber sie müssen sich auf jede Situation einstellen können.“

Zudem sei ein stetes Ziel für die DGzRS, „den Besatzungen mit ihren Schiffen und ihrer Ausrüstung ein Höchstmaß an Sicherheit für ihre nicht selten gefahrvollen Aufgaben an die Hand zu geben“, so Harder. Mit dieser „großzügigen Spende“ könnten die Seenotretter nun in beides investieren: in die Wartung der Einsatzmittel und eine optimierte Ausbildung. Denn mit der anderen Hälfte soll der anstehende Ersatz des Kühlsystems für die Maschine des Seenotrettungskreuzers „Eugen“ der Station Norderney finanziert werden. Sie muss dringend erneuert werden.

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