Innenbehörde: Begegnung kein Risikospiel

Auch Dortmund wird nicht zum Präzedenzfall

Auch wenn viele gespannt darauf warten, wann die Hansestadt der DFL erstmal eine Rechnung für den Polizeieinsatz bei Werder Bremen präsentiert – auch beim Spiel gegen den BVB wird es keine Rechnung geben.
19.12.2014, 18:00
Lesedauer: 1 Min
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Auch Dortmund wird nicht zum Präzedenzfall
Von Ralf Michel
Auch Dortmund wird nicht zum Präzedenzfall

Im März beim Heimspiel gegen den HSV waren über 1000 Polizisten im Einsatz, heute gegen Dortmund werden es „nur“ 400 sein.

CARMEN JASPERSEN, dpa

Auch wenn wahrscheinlich ganz Fußballdeutschland gespannt darauf wartet, wann die Hansestadt der Deutschen Fußball-Liga (DFL) erstmal eine Rechnung für den Polizeieinsatz bei einem Heimspiel von Werder Bremen präsentiert – auch am Sonnabend, beim Spiel gegen Borussia Dortmund wird es diese Rechnung nicht geben.

Das Spiel wird von der Innenbehörde nach aktueller Lagebeurteilung als ein sogenanntes „Gelb-“ und nicht als „Rotspiel“ eingestuft. Dies bedeutet, das rund ums Weserstadion und in der Innenstadt „nur“ 400 Beamte im Einsatz sein werden. Bei den „roten Risikospielen“ sind es deutlich mehr. In der vergangenen Saison gegen den Hamburger SV waren zum Beispiel über 1000 Beamte vor Ort.

Damit aber wird es auch am Sonnabend keine Rechnung an die DFL geben. „Dies machen wir nur bei einem Rotspiel“, erklärt eine Sprecherin der Innenbehörde. „Ist die Lagebeurteilung eine andere, dann sind wir froh darum, weil das weniger Ärger und Ausschreitungen bedeutet, die es zu verhindern gilt.“

Im Oktober hatte die Bremische Bürgerschaft ein Gebührengesetz verabschiedet, das vorsieht, der Deutschen Fußball-Liga einen Teil der Kosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen im Weser-Stadion in Rechnung zu stellen. Die DFL hatte daraufhin angekündigt, gegen diese Rechnung juristisch vorzugehen.

Noch aber steht der Präzedenzfall aus. In der laufenden Saison hätten nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre die Heimspiele von Werder gegen Dortmund und Hannover als Risikospiele eingestuft werden können. Aus aktueller Beurteilung heraus war dann aber auch die Begegnung gegen Hannover wie die jetzt gegen Dortmund als Gelbspiel eingestuft worden. Das nächste mögliche Risikospiel ist damit die Partie gegen den HSV am 18. April.

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