Farge-Rekumer Sportfischer laden zum Tag am Teich ein: Jugendliche und Eltern angeln gemeinsam am Nedderwarder Weg /Positive Mitgliederentwicklung

Auch wenn keiner beißt – am Angelteich zählt die Ruhe

Farge-Rekum. Jugendliche, Opas und Väter gingen am Sonnabend auf Angeltour. Doch allzu weit brauchten sie nicht zu reisen. Gleich hinter dem Weserdeich luden die Mitglieder der Sportfischer Farge-Rekum zu einem Tag am Teich ein. Er gehörte zum Ferienprogramm des Kreissportbundes Bremen-Nord.
29.07.2013, 05:00
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Von Ulf Buschmann
Auch wenn keiner beißt – am Angelteich zählt die Ruhe

Vater Peter Feldmann ist durch Zufall auf das Angebot im Rahmen des Ferienprogramms aufmerksam geworden – und er bereute es nicht, mit seinen Söhnen Leon und Joshua an den Teich gekommen zu sein. "Hier findet man wirklich Ruhe und Entspannung."

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Farge-Rekum. Jugendliche, Opas und Väter gingen am Sonnabend auf Angeltour. Doch allzu weit brauchten sie nicht zu reisen. Gleich hinter dem Weserdeich luden die Mitglieder der Sportfischer Farge-Rekum zu einem Tag am Teich ein. Er gehörte zum Ferienprogramm des Kreissportbundes Bremen-Nord.

Opa Jürgen Schiller zeigte seinem Enkel Lucas, wie er das Angelgerät halten muss. Doch viel Hilfe brauchte der Junge nicht, ist er doch so etwas wie ein Routinier. Schließlich wird bei den Schillers in dritter Generation geangelt. Warum das so ist, wussten sie aber eigentlich auch nicht. "Da kommt man einfach zu", sagte Jürgen Schiller, während sein Enkel sich schon wieder seiner Angel widmete.

"Eltern sind herzlich willkommen", hieß es in der Einladung zu diesem Angebot des Ferienprogramms, das der Kreissportbund Bremen-Nord (KSBN) auf die Beine gestellt hatte. Daran beteiligen sich jedes Jahr die Sportfischer Farge-Rekum. An seinen beiden Teichen am Nedderwarder Weg gleich hinter dem Weserdeich unmittelbar an der Landesgrenze von Bremen und Niedersachsen konnten Jugendliche von 12 bis 18 Jahren einen "Tag am Teich" verbringen.

Immerhin 17 Jungen und einige Eltern hatten sich dafür entschieden, dieses idyllische, leicht versteckt liegende Fleckchen aufzusuchen. "Viele Jungs sind noch völlig unbefleckt vom Angeln", sagte Jugendwart Andreas Thiele. Aus den beiden Teichen, von denen einer dem Verein mit seinen 140 Mitgliedern gehört und einer gepachtet ist, konnten die Nachwuchsangler kleine Rotaugen und kleine Barsche als Köderfische holen.

Auf einen guten Fang hofften auch Leon und Joshua Feldmann mit Vater Peter aus Farge-Rekum. Auf das Angebot war der Papa durch Zufall gestoßen – "beim Besuch im Anglerladen". Erfahrungen hat keiner der drei Petrijünger, sondern "nur Mama", rief Leon, während er seinen Blicks aufs Wasser richtete. Und weil die Freunde angeln, machte sich Papa Peter Feldmann mit seinen Jungs auf zu den Teichen in der Nachbarschaft. Die Entscheidung habe er nicht bereut, freute sich Leons und Joshuas Papa: "Hier findet man wirklich Ruhe und Entspannung." Genau das ist es, was die Sportfischer den Kindern und Jugendlichen vermittelten möchten, ließ Jugendwart Thiele wissen. Eine große Rolle spiele natürlich auch das artgerechte Fangen der Fische. Doch am Sonnabendvormittag war nur wenigen Teilnehmern das Anglerglück hold. Doch wer auf selbstgefangenen Fisch aus ist, zeigt Geduld – so auch die beiden Jungen, die an einem der Plätze ausharrten. "Gefangen hab‘ ich noch nichts, aber gespürt", ließ der jüngere der beiden Jugendwart Thiele wissen.

Thiele und seine Vorstandsmitglieder haben quer durch alle Altersstufen gut zu tun, denn nach Angaben des Vorsitzenden Harald Wiegand ist die Anzahl der Mitglieder innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 30 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung sei im gesamten Landesfischereiverband Bremen festzustellen, ergänzte Präsident Rainer Schiller, der sich Sonnabend ebenfalls ein Bild von den Aktivitäten am Nedderwarder Weg machte. Knapp 6100 Aktive gebe es derzeit im Verband. Schiller: "Es wird jedes Jahr ein bisschen mehr."

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