Kleingartenverein „Rose am See“ sucht jungen Nachwuchs / Vier Parzellen sind noch zu haben Auf dem nährstoffreichen Boden wächst eigentlich alles

Neue Vahr Südost. Im Kleingartenverein "Rose am See" freuen sich die Parzellisten – der Boden ist nährstoffreich und Blumen und Gemüse gedeihen prächtig. Die Gartenfreunde in der Neuen Vahr freuen sich über ihr eigenes grünes Fleckchen und haben dort einen Platz zur Erholung gefunden. Wie alle Kleingartenvereine hat aber auch diese "Rose am See" Nachwuchssorgen. Vier Parzellen sind momentan noch zu haben.
13.08.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Solveig Rixmann

Neue Vahr Südost. Im Kleingartenverein "Rose am See" freuen sich die Parzellisten – der Boden ist nährstoffreich und Blumen und Gemüse gedeihen prächtig. Die Gartenfreunde in der Neuen Vahr freuen sich über ihr eigenes grünes Fleckchen und haben dort einen Platz zur Erholung gefunden. Wie alle Kleingartenvereine hat aber auch diese "Rose am See" Nachwuchssorgen. Vier Parzellen sind momentan noch zu haben.

Im Tagpfauenaugenweg, dort hat Johann Imhülsen seine Parzelle. Ein Namensschild an der Gartenpforte verrät es. "Das gehört sich so. Ist Vorschrift", sagt Johann Imhülsen, der in der Neuen Vahr Südwest wohnt. Dicht bewachsen ist sein Kleingarten – bis auf den Kartoffelacker in Miniaturformat, der wurde neu gepflanzt. Auf dem angelegten Weg müssen Besucher darauf achten, nicht in die Austriebe der Blumen zu laufen. Rosen, Lilien, Tagetes – bei Johann Imhülsen wächst und blüht es. Einige Blumen haben ihre Prachtzeit bereits hinter sich, dafür steht bei anderen der Moment der großen Blüte noch bevor.

Von Beginn an ist Johann Imhülsen im Kleingartenverein "Rose am See" dabei – seit nunmehr 52 Jahren. Ahnung vom Gärtnern hatte der Parzellist schon vorher. "Ich komm’ vom Land", sagt Johann Imhülsen knapp. Drei weitere "Urgesteine", wie Vorstandsvorsitzender Wilfried Garras sie nennt, hat der Verein noch. Wie in allen Kleingartenvereinen fehlt es aber auch bei "Rose am See" an jungem Nachwuchs – nicht nur in den Gärten auch in der Vereinsorganisation. "Das wäre schön, wenn Nachwuchs kommen würde", sagt Wilfried Garras. Seit 1978 besitzt der 67-Jährige, der in der Neuen Vahr Südost wohnt, sein Fleckchen Grün.

"Der Boden ist überall ganz gut durchwachsen mit Nährstoffen. Da wächst eigentlich alles", sagt Wilfried Garras. 83 Gärten gibt es im Verein. Zwischen 320 und 340 Quadratmeter sind die Parzellen groß. Jede mit einer kleinen Laube. Zehn Mitglieder kündigten in diesem Jahr altersbedingt – mehr als üblich. Wilfried Garras Aufgabe ist es jetzt, neue Pächter für die Parzellen zu finden. Sechs sind schon verkauft, für vier sucht er noch Hobbygärtner. Für schätzungsweise 1800 bis 4000 Euro sei dieses Gärtnerglück im Kleingartenverein "Rose am See" zu haben. Meist werde durch Aushänge oder Mundpropaganda gesucht.

So ist auch Gülsen Konya aus der Neuen Vahr Nord zu ihrer Parzelle gekommen. "Den Garten hab ich eigentlich von meiner Kundin", erzählt die Friseurin. Irgendwann habe sie ihr gesagt, sie würde den Garten übernehmen, wenn diese ihn einmal aufgebe. Vor etwa acht Jahren ging die Parzelle an sie über – und damit auch die Rosen, die sie so liebt, wenn sie blühen.

Sie habe schon immer einen Kleingarten gehabt,erzählt Gülsen Konya. Dies ist bereits ihre dritte Parzelle, die vorherigen waren einfach zu weit weg. "Ich habe den eigentlich wegen meiner Eltern", sagt sie. Die kümmern sich in der Woche darum, wenn Gülsen Konya arbeiten muss. Sie verbringt dann ihre Freizeit in dem kleinen Paradies. "Ich liebe es, auch als Entspannung von der Arbeit", sagt sie.

Vor zwei Jahren wurde Gülsen Konya ganz unverhofft stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Eigentlich sollte sie Schriftführerin werden. Durch den unerwarteten Tod des ehemaligen Vereinsvorsitzenden folgte sie Wilfried Garras auf dessen vorherigen Posten als Stellvertreter nach.

Auch Kassenwartin Tanja Kuhn kam unerwartet zu ihrem Amt in der Vereinsorganisation. "Jeder soll doch irgendwas machen", sagt sie. Am Anfang sei es viel Arbeit gewesen, auch durch die zahlreichen Pächterwechsel. Aber Tanja Kuhn, die in Blockdiek wohnt, freut sich über ihre Aufgabe. Seit fünf Jahren besitzen sie und ihr Mann den Garten. Wie Gemüse und Blumen richtig gepflanzt und gepflegt werden, hat sie von ihren Eltern gelernt. Viel eigene Erfahrung ist dazu gekommen.

Das Verhältnis zu den Gartennachbarn im Verein sei von Anfang an gut gewesen. Bei "Rose am See" könne man sich prächtig in der Natur erholen.

Wer sich für eine Parzelle im Kleingartenverein "Rose am See" interessiert, kann sich an den Vereinsvorsitzenden Wilfried Garras unter der Telefonnummer 4677769 wenden.

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