Meine Haltestelle: Schüsselkorb Auf dem Weg zur Wissenschaft

Altstadt. Um halb neun Uhr morgens steigt Maria Santos an Werktagen an der Haltestelle Theodor-Heuss-Straße in den Bus der Linie 25. Nur zwölf Minuten braucht sie bis zum Schüsselkorb. "Ich liebe es, morgens über den Markt zu gehen, wenn dort noch wenig los ist, und mir einen Obstsalat zu kaufen. Und dann bin ich auch schon da." Da, das heißt für Maria Santos im Haus der Wissenschaft in der Sandstraße, wenige Schritte vom Dom entfernt.
24.03.2010, 13:51
Lesedauer: 2 Min
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Von Maik Maerten

Altstadt. Um halb neun Uhr morgens steigt Maria Santos an Werktagen an der Haltestelle Theodor-Heuss-Straße in den Bus der Linie 25. Nur zwölf Minuten braucht sie bis zum Schüsselkorb. "Ich liebe es, morgens über den Markt zu gehen, wenn dort noch wenig los ist, und mir einen Obstsalat zu kaufen. Und dann bin ich auch schon da." Da, das heißt für Maria Santos im Haus der Wissenschaft in der Sandstraße, wenige Schritte vom Dom entfernt.

Maria Santos ist im Haus der Wissenschaft verantwortlich für die Pressearbeit und betreut die Foren und Reihen des Hauses. Dazu gehört unter anderem die Serie "Wissen um 11". An jedem Sonnabend halten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler halbstündige Vorträge über ihre aktuelle Forschungsarbeit.

Mit dem Bus fährt die 42-jährige Findorfferin gerne, aber nur bei schlechtem Wetter. "Ich bin leidenschaftliche Fußgängerin. Und wenn das Wetter gut genug ist, laufe ich zur Arbeit. Bei Regen, Schnee und Sturm bin ich aber froh, dass die Haltestelle gleich vor meiner Haustür ist." Von den Haltestellen Schüsselkorb oder Domsheide ist sie in zwei Minuten am Haus der Wissenschaft.

Zu den beliebten Veranstaltungen - wie zum Beispiel "Wissen um 11" - kommen viele Menschen ins Haus der Wissenschaft, aus allen Teilen der Stadt. "Wir haben 200 Plätze bei den Vorträgen", sagt Maria Santos. "Und es ist auch schon vorgekommen, dass wir Leute nach Hause schicken mussten." Das war nicht immer so. Gerade zu Beginn, kurz nach der Gründung des Hauses der Wissenschaft im ehemaligen Haus "Vorwärts" im Jahr 2005, habe sie viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, um Referenten für die Vorträge zu gewinnen. "Zu Beginn habe ich selbst nicht gedacht, dass das Konzept - Wissenschaftliche Vorträge am Sonnabend um elf Uhr vormittags - funktionieren würde." Doch jetzt sei der Saal regelmäßig voll. Das Konzept, Wissenschaft für jedermann anzubieten, geht auf.

Themen der kommenden Wochen

Am kommenden Sonnabend, 27. März, geht es um das Thema Hausbau. Jutta Unland von der Architektenkammer informiert unter dem Titel "Vom Traum zum Haus" über Herausforderungen und Probleme beim Hausbau und -kauf in Bremen. Eine Woche später spricht Stefan Villena-Kirschner, ebenfalls von der Architektenkammer, über Gartengestaltung: "Was machen Landschaftsarchitekten?"

Im Haus der Wissenschaft laufen auch Ausstellungen, im Moment "Das Gesicht der Meere". Bis Sonntag, 11. April, sind atemberaubende Satellitenaufnahmen von Küstenlinien, Inseln, Kaps und Meerengen zu sehen. Eine Woche später startet die Ausstellung "Verfassungsschutz gegen Rechtsextremismus", die einen Überblick über die aktuellen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus gibt.

Mehr über das Haus der Wissenschaft unter www.hausderwissenschaft.de

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