Spaziergänge durch Bremer Parks (3)

Auf den Spuren des Bremer Tierparks

Bremen. Lustwandeln in Bremer Parks, dazu lädt der Landesbetriebssportverband seit einigen Wochen ein. An diesem Wochenende hat der der Achterdiekpark in Oberneuland auf dem Programm gestanden – eine Grünanlage mit einer besonderen Geschichte.
11.04.2011, 20:15
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Von Achim Eidenberg
Auf den Spuren des Bremer Tierparks

Die dritte Parkwanderung führte in den Achterdiekpark

Achim Eidenberg

Bremen. Lustwandeln in Bremer Parks, dazu lädt der Landesbetriebssportverband seit einigen Wochen ein. An diesem Wochenende stand der Achterdiekpark in Oberneuland auf dem Programm – eine Grünanlage mit einer besonderen Geschichte. Ein Großtierhändler hatte hier 1961 mit dem Bau eines zoologischen Gartens mit exotischen Tieren begonnen. Doch der Traum eines privaten Bremer Tierparks ging schnell vorüber.

„Er ist im Nebel verschwunden und hat hier ein Chaos hinterlassen“, erzählt Evelyn Branbender, als sie die Parkwanderer am Wochenende durch den Achterdiekpark führt. Sie spricht von George Munroe. Dieser pakistanische Großtierhändler hatte 1961 auf dem Gelände in Oberneuland mit dem Bau eines privaten Tierparks begonnen. Die Bürger waren zunächst begeistert: „Wir haben uns gefreut, dass Bremen damit als Stadt aufgewertet wird.“ Doch Munroe hatte sich wohl verkalkuliert, 1973 musste er Konkurs anmelden. In den darauf folgenden Jahren verwahrloste der Park und wurde zur wilden Müllkippe. Bis sich 1976 eine Bürgerinitiative gründete, die das Gelände mit viel privatem Engagement wieder in Stand setzte. Der aus dieser Initiative entstandene Achterdiekparkverein kümmert sich bis heute um die Grünanlage.

Die zweite Station der Parkwanderung an diesem Wochenende war der Lür-Kropp-Hof, den die Teilnehmer nach einem ausgedehnten Spaziergang erreichten. Die letzte Besitzerin des über 200 Jahre alten Anwesens, Meta Rödiger, hatte keine Erben und vermachte das Anwesen der Stadt für die Nutzung durch die Allgemeinheit. Heute finden hier private Feiern statt, seit 2001 können sich Brautpaare im  „Meta-Rödiger-Hochtiedshuus“ standesamtlich trauen lassen. „Das wird sehr gerne genutzt. Im letzten Jahr hatten wir hier 450 Eheschließungen“, sagt Rolf-Gerhard Facklam von der Lür-Kropp-Stiftung, die den Hof und die dazu gehörigen Ländereien verwaltet.

Nach einer siebenwöchigen Pause steht bei der vierten Parkwanderung am Freitag, den 27. Mai, der Rhododendronpark auf dem Programm. „Wir haben das extra auf einen Wochentag gelegt, damit wir die Führungen mit den Spezialisten vor Ort machen können“, erklärt Organisator Lothar Pohlmann. Treffpunkt um 14 Uhr ist die BSAG-Haltestelle „Horner Kirche“.

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