Kommentar über Zigarettenstummel

Auf der Kippe

Jedes Jahr landen knapp eine Million Zigarettenstummel auf Bremens Straßen. Durch Aufklärung und Strafen verschwinden die Kippen aber nicht. Abhilfe könnte ein Zigarettenpfand schaffen, meint Nico Schnurr.
28.12.2019, 06:00
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Auf der Kippe
Von Nico Schnurr
Auf der Kippe

Die Bremer Innenbehörde prüft, ob ein Bußgeld für das Wegschmeißen von Kippen erhöht werden soll.

Sebastian Kelm

Wer ein paar Meter durch Bremen geht, sieht sie sofort. Zigarettenstummel liegen überall, vor dem Bahnhof, in der Innenstadt, in den Parkanlagen. Dabei verschandeln die Kippen nicht nur die Stadt, sie sind auch giftig, schaden Böden und Tieren. Das Gleichgewicht der Umwelt auf der Kippe. Weil bislang nichts greift im Kampf gegen die Zigarettenflut.

Mit Kampagnen aufzuklären, ist gut. Auch die Strafen sind ein richtiges Signal. Mehr aber nicht. Die Stummel werden nicht verschwinden. Egal, wie hoch das Bußgeld ist. Schreckt niemanden ab. Der Ordnungsdienst kann unmöglich so viele Kontrollen durchführen, dass er genug Leute bekehrt. Die Bremer werden ihre Kippen weiter entsorgen, wie sie wollen.

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Das bleibt auch so, wenn die Tabakindustrie für ihren Dreck zahlen muss. Die Raucher werden sich erst ändern, wenn sie den Schaden spüren, bei jeder Zigarette, die sie fallen lassen. Niemand will Geld wegwerfen. Würden wegschnipsende Raucher aber tun, wenn es nach einer Petition ginge, die Pfand auf Zigaretten fordert. Wer Schachtel und Stummel zurückgibt, bekommt Geld zurück. Klingt irre? Ist aber endlich eine Idee, die das Problem lösen könnte.

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