Auch die Erinnerungslandschaft Bunker Valentin zeigt sich am Tag des offenen Denkmals Auf Entdeckungsreise

Farge. Erstmals bieten alle Akteure der Erinnerungslandschaft Bunker Valentin am kommenden Sonntag, 11. September, am Tag des offenen Denkmals ein gemeinsames Programm an. Der U-Boot-Bunker Valentin war eines der größten Rüstungsprojekte des nationalsozialistischen Deutschland. Von 1943 bis 1945 arbeiteten viele Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge auf der damaligen Baustelle. Sie waren in sieben verschiedenen Lagern zwischen Farge und Schwanewede untergebracht, von denen nur noch wenige Spuren vorhanden sind.
09.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Schnell

Farge. Erstmals bieten alle Akteure der Erinnerungslandschaft Bunker Valentin am kommenden Sonntag, 11. September, am Tag des offenen Denkmals ein gemeinsames Programm an. Der U-Boot-Bunker Valentin war eines der größten Rüstungsprojekte des nationalsozialistischen Deutschland. Von 1943 bis 1945 arbeiteten viele Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge auf der damaligen Baustelle. Sie waren in sieben verschiedenen Lagern zwischen Farge und Schwanewede untergebracht, von denen nur noch wenige Spuren vorhanden sind.

Um diese Spuren erfahrbar zu machen, haben der Denkort Bunker Valentin, der Verein Geschichtslehrpfad, der Dokumentations- und Lernort Baracke Wilhelmine und die Friedensschule Bremen am Tag des offenen Denkmals ein abgestimmtes Programm an den Erinnerungsorten vorbereitet.

Im Bunker Valentin werden von 10 bis 16 Uhr stündlich Führungen angeboten, darüber hinaus ist im Verwaltungsgebäude der Film "Depot, Dämon, Denkort" zu sehen. Die Zukunft der Gedenkstätten und die Vision einer Erinnerungslandschaft unter Einbeziehung aller Denkorte steht im Mittelpunkt einer Fachdiskussion, die um 16 Uhr ebenfalls im Verwaltungsgebäude auf dem Programm steht.

Der Verein Geschichtslehrpfad Lagerstraße bietet ebenfalls am Sonntag ab 10 Uhr fortlaufend nach Bedarf Führungen zu den Resten der ehemaligen Lager in der Farger Heide an. Ziele sind unter anderem die Relikte des KZ-Rundbunkers, des Arbeitserziehungslagers und des "Russenlagers". Darüber hinaus ist die Ausstellung in der Baracke 27 geöffnet, in der auch Filme zum Bunkerbau gezeigt werden.

Die Baracke Wilhelmine ist ebenfalls von 10 bis 18 Uhr geöffnet und bietet fortlaufend Führungen durch die Ausstellung zur Geschichte der Lager und des Hospitals Neuenkirchen an. Erstmals zu sehen sind Teile der neuen Ausstellung zu Bunker und Lagern - mit einem knapp zwei Meter großen Modell des Bunkers.

Auch die Sonderausstellung zum "Lebensborn"-Heim Friesland ist geöffnet. Um 14 Uhr findet zudem auf dem Hospitalfriedhof (Kriegsgräbergedenkstätte) ein Gottesdienst zur Erinnerung an die Opfer der Gewaltherrschaft statt, anschließend stehen auch in der Baracke Wilhelmine für die Teilnehmer Kaffee und Kuchen bereit.

Informationen gibt es im Vorfeld bei Björn Herrmann unter Telefon: 0175/1757350, oder bei Sandra Kern vom Denkort Bunker Valentin Telefon: 0163- 987 55 17. Das komplette Programm und weitere Infos stehen unter: www.denkort-bunker-valentin.de, www.geschichtslehrpfad.de und www.baracke-wilhelmine.de.

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