Stadtrundgang und Veranstaltungen zu "100 Jahre Frauentag" Auf Paulas Spuren

Bremen. Der Internationale Frauentag am 8. März naht. Für Sonntag, 6. März, hat sich das Kultur- und Bildungszentrum Belladonna etwas Besonderes einfallen lassen. "Nicht nur Paula" ist der Titel des Stadtrundgangs, auf den sich die Historikerin Christine Holzner-Rabe mit Besuchern begibt. Die Suche nach Zeitzeugnissen kreativer Frauen aus Bremen beginnt um 15 Uhr, Treff ist vor der Liebfrauenkirche.
03.03.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Katja Schirrow

Bremen. Der Internationale Frauentag am 8. März naht. Für Sonntag, 6. März, hat sich das Kultur- und Bildungszentrum Belladonna etwas Besonderes einfallen lassen. "Nicht nur Paula" ist der Titel des Stadtrundgangs, auf den sich die Historikerin Christine Holzner-Rabe mit Besuchern begibt. Die Suche nach Zeitzeugnissen kreativer Frauen aus Bremen beginnt um 15 Uhr, Treff ist vor der Liebfrauenkirche.

Die Mitbegründerin des Bremer Frauenmuseums ruft auf ihrem Rundgang Künstlerinnen und Schriftstellerinnen in Erinnerung, die in Bremen ihre Wirkungsstätte hatten. Bei einer abschließenden Führung durch das Paula Modersohn-Becker Museum in der Böttcherstraße werden Bilder der Malerin vorgestellt. Die Führung für Männer und Frauen dauert zwei Stunden, Kosten mit Museumseintritt: zehn Euro.

Zwei Frauenchöre gestalten ebenfalls am Sonntag, 6. März, das Programm von "Vokal lokal" ab 11 Uhr im Wallsaal der Stadtbibliothek, Am Wall 121. Die Chormatinee, die der Kreischorverband und die Stadtbibliothek gemeinsam organisiert haben, ist ganz im Sinne des Frauentages. Der Frauenchor "Concordia" aus Bremerhaven unter Leitung von Olga Bilenko und der Bremer Frauenjazzchor "Ein Ton Tiefer" unter der Leitung von Brigitte Lück, singen singen. Wer mit dem Rollstuhl kommt, wird gebeten, sich unter Telefon 700966 anzumelden. Der Eintritt ist frei.

"Emanzipation der Arbeit vom Kapital"ist das Thema des Filmnachmittags für Frauen, den die Frauen-AG der Linkspartei am Sonntag, 6. März, um 16 Uhr in der Doventorstraße 4 veranstaltet. Gezeigt wird der Dokumentarfilm "Lektionen zum Grundeinkommen" von Jörg Drescher und Matthias Dilthey. Die Diskussion über die Bedeutung des Grundeinkommens für die Frau, moderieren Claudia Bernhard, frauenpolitische Sprecherin der Linken, und Brigitte Kramm von der Landesarbeitsgemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen. Der Eintritt für alle ist frei. Die Waller Schauspielerin Christine Renken vom Theater Interaktiwo leitet am Montag, 7. März, um 15 Uhr eine Stadtführung zu den Wirkungsstätten von Anna Lühring, Helene Kaisen, Clara Zetkin und Gesine Becker. Treffpunkt ist der Roland. Die Teilnahme kostet vier Euro.

"8. März international - wie feiern Frauen anderswo?" ist das Motto des Frauenabends, zu dem Gewerkschaftsbund und Arbeitnehmerkammer Bremerinnen für Montag, 7. März, von 19.30 bis 21.30 Uhr in den Tivoli-Saal des Gewerkschaftshauses, Bahnhofsplatz 22-28, einladen. Bei Essen und Musik sprechen Frauen aus Russland, dem Iran, der Türkei, Dänemark und Deutschland über ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Meinungen zum Internationalen Frauentag. Der Eintritt ist frei. Mehr Infos unter www.dgb-bremen.de.

Am Donnerstag, 10. März veranstalten die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Fortbildung "Zwangsheirat - Du hast das Recht nein zu sagen". Von 14 bis 16 Uhr berichten zwei Fachfrauen im Sitzungsraum in der 15. Etage des Tivolihochauses, Bahnhofsplatz 29, über ihre Arbeit in Beratungsstellen. Denn obwohl das Grundgesetz die Zwangsehe verbietet, gibt es in Deutschland und auch in Bremen immer wieder Fälle, in denen Mädchen und junge Frauen - seltener junge Männer - gegen ihren Willen zur Ehe gezwungen werden, meist nicht ohne Gewalt und mit psychischen Druck.

Cevahir Cansever vom Fachdienst Migration & Integration informiert Besucherinnen über ihre Beratungsarbeit bei der AWO. Fulya Kurun, die als Mittlerin für die Polizei in der Region Hannover tätig ist und das Netzwerk "Hannoversches Interventionsprogramm gegen Männergewalt in der Familie" und ein Krisentelefon Zwangsheirat mit aufgebaut hat, wird über ihre Erfahrungen sprechen. Anmeldung bis Freitag, 4. März, unter 3614988 oder per Mail an eva.pajenkamp@soziales.bremen.de. Näheres unter www.soziales.bremen.de.

Weitere Termine in der Reihe "100 Jahre Internationaler Frauentag" in unserer nächsten Ausgabe und auf www.frauen.bremen.de.

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