Blick auf Bremen Auf zum Bremer Filmfest

Als Kinofan ist Willi Lemke dabei, wenn ab Donnerstag, 19. September, das 5. Bremer Filmfest startet. Bremens ehemaliger Senator möchte auch sie animieren, an dem Festival teilzunehmen.
13.09.2019, 19:15
Lesedauer: 2 Min
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Von Willi Lemke

Am 19. September startet das 5. Bremer Filmfest. Ja, Bremen hat ein eigenes Filmfest. Das hat zwar (noch) lange nicht das Renommee von Berlin, Cannes oder Venedig und ist auch noch nicht so alt wie das in Oldenburg, aber es hat einen ganz eigenen Charme. Vor allem gibt es Filme, die einen Bezug zu Bremen haben. Das finde ich besonders verdienstvoll, denn sonst hat man nur durch Zufall die Chance, auf einen Film zu stoßen, der einen Bremen-Bezug hat, vom Tatort mal abgesehen.

Warum erzähle ich Ihnen das alles? Weil ich Sie animieren möchte, an dem Festival teilzunehmen. Von Donnerstag bis Sonntag sind das Theater am Goetheplatz, das Atlantis-Kino und die Schauburg die Spielstätten und in der Bar Tabac ist die dazugehörige Lounge Anlaufstelle und Treffpunkt. Auch die Auszeichnung für den besten Bremer Film gehört dazu. Alle gezeigten Bremer Produktionen konkurrieren hier unabhängig von Format oder Länge miteinander und das Publikum entscheidet. Nach der großen Saalabstimmung werden am Sonntag, 22. September, die Gewinner des Publikumspreises, des Jurypreises und der Lobenden Erwähnung in der Schauburg prämiert. Das Fest ist noch jung, aber ambitioniert. Es werden Filme in vier Kategorien gezeigt.

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Dass die Kategorie „Humor/Satire“ dabei ist, verwundert nicht. Eher verwundert mich, dass das internationale Angebot dazu deutschlandweit zum ersten Mal auf einem Filmfest zu finden ist. Interessant kann ich mir auch das Angebot im Bereich „Innovation“ vorstellen. Hier geht man als unbedarfter Zuschauer sicher das Risiko ein, wenig zu verstehen oder sich auf neue Sehgewohnheiten einstellen zu müssen. Aber so viel Neugier sollte sich ein echter Kinofan zugestehen. Das ist das Schöne an so einem Filmfest: Man kann sich selbst und sein Sehverhalten ein wenig ausprobieren. Das kann man übrigens auch beim Kurzfilm-Angebot, denn dabei ist wieder der Kurzfilmwettbewerb mit dem Titel KLAPPE. Nach Bekanntgabe des Mottos haben Interessierte aller Alters- und Erfahrungsklassen 48 Stunden Zeit, ihren Beitrag einzureichen. Alle eingereichten Filme werden zur Eröffnung des Filmfests im Theater am Goetheplatz gezeigt.

Als regelmäßiger Kinogänger habe ich große Lust auf das Filmfest. Ich gehöre zu einem kleinen Kreis von Filmfreunden, die möglichst einmal im Monat zusammen ins Kino gehen, nicht in die Abendvorstellung, sondern schon am frühen Abend. Der Kinobesuch ist trotz aller Konkurrenz durch Fernsehen und Streamingdienste für mich ein beliebtes Ausgeh-Ereignis und deshalb gehört der Besuch dieses Filmfestes auf meinen Terminkalender. Das bedeutet auch, rechtzeitig Karten zu besorgen.

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Zur Person

Willi Lemke (73) schreibt jeden Samstag im WESER-KURIER über seine Heimatstadt und was ihn in dieser Woche in Bremen bewegt hat.

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