Kundgebung in Bremen

Aufstehen für Aleppo

Unter dem Motto „Steh auf für Aleppo!“ hat die Bremer Schura zur Kundgebung aufgerufen. Hunderte sind dem Aufruf des Dachverbands islamischer Gemeinschaften am Freitag auf den Bahnhofsvorplatz gefolgt.
16.12.2016, 18:17
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Aufstehen für Aleppo
Von Nico Schnurr

Unter dem Motto „Steh auf für Aleppo!“ hat die Bremer Schura zur Kundgebung aufgerufen. Hunderte sind dem Aufruf des Dachverbands islamischer Gemeinschaften am Freitag auf den Bahnhofsvorplatz gefolgt.

"Rettet Aleppo" prangt auf hunderten Pappschildern vor dem Bremer Übersee-Museum. Mit Kunstblut verschmierte Babypuppen werden die Luft gereckt. Dazu skandiert die Menge: "Stoppt das Morden, stoppt das Töten." Unter dem Motto „Steh auf für Aleppo!“ hat die Bremer Schura zur Kundgebung aufgerufen. Viele Hunderte sind dem Aufruf des Dachverbands islamischer Gemeinschaften aus Bremen am späten Freitagnachmittag auf den Bahnhofsvorplatz gefolgt. „Wir sehen täglich die Bilder und das Leid aus Aleppo. Das bewegt die ganze Gemeinschaft", sagte Vahit Bilmez, Vorstand der islamischen Föderation Bremen. "Wir selbst können die Situation vor Ort nicht ändern, aber wir können Hoffnung spenden und dazu aufrufen, nicht wegzusehen."

In einer Pressemitteilung zur Kundgebung hatte die Schura „alle muslimischen Länder" aufgerufen, "sich im Sinne des Friedens zu einigen und sich gemeinsam aktiv für die notleidenden Kriegsopfer einzusetzen". Die Schura sei „entsetzt über die Lage in Aleppo“. Man finde „keine Worte für das Ausmaß dieser Grausamkeiten“, heißt es im Schreiben.

Am Freitag hatte die russische Armee die Evakuierung von Rebellen und ihren Angehörigen in Aleppo für beendet erklärt. Noch immer aber sollen die Kämpfe mit den vor Ort verbliebenden Aufständischen andauern. Während der Belagerung waren nach Schätzungen der Vereinten Nationen rund eine viertel Million Menschen in den Rebellengebieten im Osten von Aleppo eingeschlossen. Seit Beginn der Militäroffensive vor einem Monat sind rund 100.000 Menschen aus der nordsyrischen Stadt auf der Flucht. Insgesamt sollen in den vergangenen vier Jahren rund 31.000 Menschen in Aleppo getötet worden sein.

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