Noch in diesem Jahr beginnen die Arbeiten am Gesundheitszentrum

Auftakt für den Lesum-Park

Lesum. Im Dezember beginnen die Rohbauarbeiten für das erste Gebäude im Lesum-Park. Das Projekt kann nun starten, nachdem der Senat dem Bebauungsplan in der vergangenen Woche zugestimmt hat.
23.11.2013, 03:11
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Auftakt für den Lesum-Park
Von Julia Ladebeck

Im Dezember beginnen die Rohbauarbeiten für das erste Gebäude im Lesum-Park. Das Projekt kann nun starten, nachdem der Senat dem Bebauungsplan in der vergangenen Woche zugestimmt hat. Gegenüber der NORDDEUTSCHEN beschreibt Thorsten Nagel, Geschäftsführer des Projektentwicklers Procon, den aktuellen Stand der Planungen.

Nachdem der Senat dem Bebauungsplan zur Neugestaltung des Geländes der ehemaligen Wilhelm-Kaisen-Kaserne zugestimmt hat, beginnt jetzt die bauliche Umsetzung des Lesum-Parks. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für das erste Gebäude im neuen Wohn- und Gewerbegebiet mit gesundheitswirtschaftlichem Schwerpunkt beginnen. Das kündigt Procon-Chef Thorsten Nagel im Gespräch mit unserer Zeitung an. Die Rohbauarbeiten für das Gesundheitszentrum an der Peenemünder Straße beginnen demnach noch im Dezember. Der Abriss früherer Wohnblöcke des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) läuft bereits. Der Baustart hat sich damit um neun Monate verzögert. Entgegen der Erwartung hätten im Vorfeld sehr komplexe Fragen geklärt werden müssen, sagt Nagel zur Begründung und versichert: „In der Zwischenzeit ist hinter den Kulissen jede Menge passiert.“ Die erforderlichen Grundlagen für das Projekt Lesum-Park – wie beispielsweise die Erschließung des Geländes mit vielschichtigen Fragestellungen zur Kanal- und Straßenführung – seien nun geschaffen worden.

Die Fertigstellung des Gebäudes ist laut Nagel für Februar 2015 geplant, „so lauten auch unsere Verträge mit den künftigen Mietern“. Dazu zähle das Familienunternehmen Bannert, das im Erdgeschoss eine Apotheke eröffnen werde. Ein weiterer Mieter sei die Orthopädie-Technik Bremen. Ebenfalls im Erdgeschoss des dreigeschossigen Gebäudes ziehe der Paritätische Pflegedienst ein. Die vierte Fläche belegt voraussichtlich ein Allgemeinmediziner. Für das erste Obergeschoss gibt es ebenfalls bereits einen Mieter: Die Chirurgische Gemeinschaftspraxis Lesum verlegt ihr Domizil laut Nagel von der Hindenburgstraße in das Gesundheitszentrum. Zu den weiteren Fachärzten, die im ersten und zweiten Obergeschoss einziehen, gehörten eine Zahnärztin und ein Neurologe.

Häuser werden in Kürze vermarktet

Im Winter beginnen auch die Arbeiten zur Erschließung des Lesum-Park-Geländes. „Der Erschließungsvertrag steht“, sagt Nagel. Etwa ein Jahr, schätzt der Ingenieur, werden Straßen- und Kanalbauarbeiten dauern; bis Ende 2014 sollen sie abgeschlossen sein. Für den vorgesehenen Verbrauchermarkt, der von Procon barrierefrei geplant wird, sei man in finalen Verhandlungen mit zwei potenziellen Bewerbern. Zusätzlich ist ein Getränkemarkt geplant. Die abschließende Stellungnahme des Beirats Burglesum zur Bauvoranfrage für den Supermarkt steht indes noch aus, „wir erwarten die Antwort in der kommenden Woche“. Für den Wohnungsbau sind die Bauanträge laut Nagel im Wesentlichen erarbeitet und werden nun beim Bauamt eingereicht. Die Häuser werden in Zusammenarbeit mit dem Bremer Bauträger GWB (Gesellschaft für wirtschaftliches Bauen) erstellt. Baubeginn soll im ersten Quartal 2014 sein. Im nordöstlichen Teil des Areals – in räumlicher Nähe zur vorhandenen Wohnbebauung am Freesenkamp – entstehen neun barrierefreie Stadthäuser im Stil der klassischen Moderne mit einer Fläche von je etwa 170 Quadratmetern. An der neuen, verkehrsberuhigten Ringstraße werden weitere 27 Häuser in unterschiedlichen Größen bis 140 Quadratmeter gebaut. „In Kürze beginnt die Vermarktung.“

Vom Tisch ist der Bau einer Rettungswache für den ASB. Der Arbeiter-Samariter-Bund hatte geplant, seine Rettungswache von Ritterhude in die Peenemünder Straße zu verlegen. Procon und der ASB konnten sich nicht einigen. „Wir überprüfen nach wie vor verschiedene Standorte im Rettungsbezirk Bremen-Nord“, sagt ASB-Geschäftsführer Jürgen Lehmann auf Nachfrage. 2014 solle das Thema verstärkt angegangen werden. Nach wie vor betreibt der ASB an der Südseite der Peenemünder Straße ein Wohnheim mit 20 Plätzen für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. An eine Aufgabe sei angesichts der ständig steigenden Flüchtlingszahl mittelfristig nicht zu denken, so Lehmann.

Procon hat laut Nagel aber Interesse daran, die drei Wohnblöcke neben dem Flüchtlingswohnheim zu kaufen, die sich im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben befinden. Die Wohnblöcke würde Procon wie die Sporthalle und weitere frühere Kasernengebäude im ersten Quartal 2014 abreißen. „Aufgrund der großen Nachfrage von Sportvereinen und Kreissportbund halten wir Platz für eine neue Sporthalle vor.“ Auch für einen Kindergarten sei eine Fläche reserviert.

Die Pläne für ein Verwaltungsgebäude am Holthorster Weg, für das ein Unternehmen Interesse angemeldet hatte, haben sich laut Nagel zerschlagen. Eine Idee sei, dort Miet- oder Eigentumswohnungen zu bauen, die unter dem Aspekt Ambient Assisted Living (Altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben) mit innovativer Technik ausgestattet werden könnten. „Wir haben noch nicht jede Fläche auf dem 75000 Quadratmeter großen Areal verplant. Das hat damit zu tun, dass Gesundheitswirtschaft komplex ist und wir flexibel bleiben wollen.“

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