Findorffer Kleingärtner ernten für einen guten Zweck / Naturalien und Engagement weiterhin willkommen

Aus dem Garten auf die Gröpelinger Tafel

Mitglieder des Kleingartenvereins „Eiche“ bauen auf zwei Parzellen eigens frisches Gemüse für die Gröpelinger Tafel an und liefern es auch dorthin aus.
07.08.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Anke Velten
Aus dem Garten auf die Gröpelinger Tafel

Kartoffeln, Zucchini und Mangold, aus Findorff frisch auf den Tisch: Hannelore Vogel (Mitte), Leiterin der Gröpelinger Tafel, freute sich über die Lieferung, die Heinz Wieloch aus den Findorffer BUND-Parzellen mitbrachte. Für ein solches Engagement ist die gemeinnützige Einrichtung immer dankbar, wissen alle Beteiligten, so auch Monika Willms.(AVE)·

Roland Scheitz

Mitglieder des Kleingartenvereins „Eiche“ bauen auf zwei Parzellen eigens frisches Gemüse für die Gröpelinger Tafel an und liefern es auch dorthin aus.

Regionaler, saisonaler und frischer geht es nicht: Kisten voller Kartoffeln, Zucchini und Mangold aus Findorffer Bio-Anbau wurden gerade in Gröpelingen angeliefert. Die Naturalien stammen aus zwei Parzellen des Kleingartenvereins „Eiche“, die speziell für das Frische-Angebot der Bremer Tafel angelegt wurden. Dort sind solch leckere und gesunde Spenden nämlich mehr als willkommen, freut sich Hannelore Vogel, Leiterin der Gröpelinger Tafel am Schwarzen Weg.

Seit zwei Jahren bewirtschaften Ehrenamtliche unter Initiative des BUND-Landesverbandes Bremen die beiden Gartengrundstücke. Der Findorffer Kleingartenverein hat den Umweltschützern die Parzellen pachtfrei überlassen. Dort sollen auf lange Sicht junge Apfelbäume alter und fast vergessener Sorten zu einer ökologisch wertvollen Streuobstwiese heranwachsen.

Dass Bedürftige aus Bremen in den Genuss dieses Projekts kommen sollen, war von Anfang an so geplant. Doch bis die seltenen Früchte geerntet werden können, werden noch einige Jahre ins Land ziehen, erklärt Heinz Wieloch, der als Gartennachbar das gemeinnützige Projekt von Anfang an aktiv unterstützt hat und sich auch als „Gemüselieferant“ zur Verfügung stellte. „Sieben bis neun Jahre dauert es, bis die Bäume tragen“, so der erfahrene Gärtner.

Gepflanzt, was die Scholle hergibt

In der Zwischenzeit untägig bleiben mochte die engagierte Truppe nicht: Zwischen den Bäumen wurde also gepflanzt, was die Scholle hergab. Nach den jungen Kartoffeln und dem Mangold, der wochenlang geerntet werden kann, werden demnächst die ersten Stangenbohnen reif, berichtete er Tafel-Leiterin Vogel. Außerdem werde der ehrenamtliche Gärtnertrupp bald Obst aus Nachbargärten abernten – selbstverständlich im Einverständnis der Besitzer, die ihren Überschuss gerne für die gute Sache spenden.

„Überfluss zum Wohle Bedürftiger“ ist seit Jahren das Motto der Bremer Tafel, die nach eigenen Angaben von ihren beiden Standorten in Huchting und in Gröpelingen insgesamt rund 7000 Menschen in Bremen mit Lebensmitteln unterstützt. Es komme auch immer mal wieder vor, dass sich Privatleute meldeten, um die Tafel an ihren Ernten teilhaben zu lassen, erzählt Hannelore Vogel. Bedarf und Appetit an der frischen Ware bestehe immer: „Es wäre prima, wenn wir davon noch mehr bekommen könnten.“

Rund zehn Freiwillige bilden den harten Kern des Findorffer Gärtnertrupps, so Wieloch, „eine ganz gemischte Truppe, in der sich jeder einbringt.“ Und die sich der guten Sache hervorragend organisiert angenommen haben, lobt BUND-Mitarbeiterin Heike Schumacher: „Sie treffen sich nicht nur regelmäßig am Wochenende zum Arbeitseinsatz auf den beiden Grundstücken, sondern auch in der Woche, um alles Nötige gemeinsam zu besprechen und auf den Weg zu bringen“, berichtet die Biologin. „Sie packen an, kümmern sich um die Gartenplanung und organisieren die Zusammenarbeit mit der Bremer Tafel.“ Und davon profitiert auch die gesamte Gartengemeinschaft, betont Heinz Wieloch: „Es gibt viele leer stehende Parzellen, die mit der Zeit verwildern. Da ist es doch schön, wenn sie so sinnvoll genutzt werden.“

Wer der Gröpelinger Tafel, Schwarzer Weg 90,

direkt Obst oder Gemüse aus eigenem Anbau spenden möchte, der kann Kontakt mit Hannelore Vogel aufnehmen unter der folgenden Rufnummer: 69 67 58 86.

Die Gärtnerinnen und Gärtner der BUND-Initiative kommen auf Wunsch auch, um die reifen Früchte zu ernten und abzutransportieren.

Ebenfalls willkommen sind weitere engagierte

Aktive für den BUND-Tafelobstgarten.

Kontakt zum BUND, Am Dobben 44, gibt es telefonisch über die Rufnummer 79 00 20 oder per E-Mail an die folgende Adresse:

info@bund-bremen.net.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+