Beirat Östliche Vorstadt informiert sich

Ausbau der Grundschule Lessingstraße rückt näher

Der Bildungsausschuss informiert sich über die Pläne für die Grundschule an der Lessingstraße. Die soll erweitert werden und zusätzliche Klassenräume und eine Mensa erhalten.
24.02.2020, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Matthias Holthaus
Ausbau der Grundschule Lessingstraße rückt näher

Die Schule an der Lessingstraße soll einen Anbau für weitere Klassenräume und eine Mensa bekommen.

Roland Scheitz

Die Grundschule an der Lessingstraße soll vergrößert werden. Bereits im April 2018 berichtete der STADTTEIL-KURIER über die Bildungsausschusssitzung des Beirates Östliche Vorstadt: „Die Schule an der Lessingstraße bleibt mit vier Zügen bestehen, soll aber mit einem Anbau für zusätzliche Klassenräume und eine Mensa erweitert werden.“ Nun gibt es einen ersten, groben Entwurf.

„Wir haben Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben“, berichtet Udo Stoessel, Leiter des Referats Liegenschaften bei der Senatorin für Kinder und Bildung, dem Fachausschuss für Bildung, Kinder und Jugend des Beirates Östliche Vorstadt. Bei einem Um- und Ausbau gebe es einige Faktoren, die dabei beachtet werden müssten: der Hochbunker, die Turnhalle, der Altbau an der Lessingstraße sowie das denkmalgeschützte Haus an der Humboldtstraße. Sechs Varianten der neugestalteten Schule wurden im Laufe der Machbarkeitsstudie erarbeitet, und was bei allen Vorlagen gleich ist: Der Bunker muss weg, um einen adäquaten Ausbau hinzubekommen. Die Baustelle selbst soll zur Powerbaustelle werden, die höchsten zwei bis 2,5 Jahre in Anspruch nehmen soll – „eine große Herausforderung“, wie Udo Stoessel meint. „Und es wird ein Interim geben, das jedoch erst entwickelt wird.“ Das heißt, dass frühestens ab 2022 die Schülerschaft die Schule während der Baustelle verlassen und woanders untergebracht werden wird – wo, wird derzeit geprüft.

„Die Schule hat ein Flächendefizit“

„Nach unserer Auffassung muss die Planung schlüssig sein unter einer stringenten und zielführenden Zeitfolge“, sagt Udo Stoessel, was bedeutet: Ein guter Plan steht vor einer zügigen Bauphase, die 2,5 Jahre nicht überschreiten soll. „Wie die Grundrisse im Einzelnen aussehen werden, wissen wir noch nicht“, sagt er, doch bereits jetzt kann er sagen: „Die Schule hat ein Flächendefizit, doch mit dem Umbau ist dieses Defizit ausgeglichen.“ Der Ganztag soll bleiben, ebenso die Mensa und das Ziel bestehe darin, eine leistungsfähige Schule zu entwickeln.

Wilhelm Petry, Stadtplaner im Bauressort, sagt anschließend, man habe sich für den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes an der Humboldtstraße ausgesprochen. Erst einmal habe man ausloten müssen, was machbar sei, da eine Bebauung des Innenhofes zulasten des Schulhofes gehe: „Das wird der Standort mit der größten Herausforderung in Bremen.“

Schulleiterin Kornelia Martens sagt anschließend, dass das Haus an der Humboldtstraße völlig marode sei. Man sollte das abwägen, denn der Platz werde dringend gebraucht: „Und dass man darüber nachdenkt, ob man das Haus zugunsten eines Neubaus nicht komplett abreißt.“ Das Haus stehe unter Denkmalschutz, antwortet Udo Stoessel, „doch wir werden den Kontakt mit dem Denkmalschutz suchen, um zu schauen, was an dem Gebäude erhaltenswert ist.“

Fünf Quadratmeter pro Kind

Sona Terlohr von den Grünen fragt, wie viele Quadratmeter an Platz pro Kind auf dem Schulhof veranschlagt werde: Fünf Quadratmeter, antwortet Udo Stoessel, und die Größe, also um die 2000 Quadratmeter, werde bei 300 Kindern auch erreicht. Mit 2000 Quadratmetern Außenfläche sei da sicherlich zu rechnen, ebenso sei die von Bianca Wenke (SPD) eingebrachte Frage nach der Barrierefreiheit obligatorisch: „Dass das Ganze barrierefrei wird, versteht sich von selbst“, ebenso werde die Energetik und der Brandschutz beachtet. Das Ziel ist, 2022 mit dem Bau zu beginnen. Und noch ein Ziel gibt Udo Stoessel aus, auch im Hinblick auf die kommenden Bewohner des Neuen Hulsberg-Viertels: „Dass die Schule funktioniert und dass für die nächsten 30 Jahre ein super Schulstandort entsteht.“

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