Brand in Hemelingen Ausgebrannte Lkw: Politischer Hintergrund möglich

15 Lkw der Bundeswehr sind in der Nacht zu Sonntag auf einem Firmengelände in Hemelingen ausgebrannt. Der Staatsschutz ermittelt, ein politischer Hintergrund der Tat könnte möglich sein.
23.10.2016, 11:20 Uhr
Lesedauer: 2 Min
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Ausgebrannte Lkw: Politischer Hintergrund möglich
Von Sara Sundermann

Insgesamt 15 Lkw der Bundeswehr sind in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag auf einem Firmengelände in Hemelingen ausgebrannt. Der Staatsschutz ermittelt, der Polizei zufolge ist ein politischer Hintergrund der Tat möglich.

15 Lastwagen der Bundeswehr sind in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag auf einem Firmengelände in Hemelingen ausgebrannt. Der Staatsschutz ermittelt, der Polizei zufolge ist ein politischer Hintergrund der Tat möglich. Nähere Erkenntnisse zur Ursache des Feuers und ob es sich tatsächlich um einen Fall von Brandstiftung handelt, gibt es laut Polizei aber noch nicht.

„Die Lkw sind komplett ausgebrannt“, so ein Sprecher der Feuerwehr. Es blieben nur Blechhaufen von den Fahrzeugen übrig. Die Polizei schätzt die Höhe des Schadens auf mehrere Millionen Euro. Der Polizei zufolge rüstet die private Firma in Hemelingen Bundeswehrfahrzeuge, die in Bremen und andernorts eingesetzt werden, mit Elektronik aus.

Einsatz dauerte mehrere Stunden

Um 3.30 Uhr meldeten mehrere Anrufer Feuerschein und eine große Rauchwolke auf einem Firmengelände in der Straße „Zum Allerhafen“ in Hemelingen. Die Feuerwehr war mit rund 120 Einsatzkräften und 30 Fahrzeugen mehrere Stunden lang im Einsatz. Gelöscht wurde mit Schaum. Ein brennendes Fahrzeug kann aber nach dem Löschen leicht erneut in Brand geraten, wenn es nicht komplett gekühlt worden ist. Um kurz vor 6 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden.

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Zwischenzeitlich drohte das Feuer auch auf eine benachbarte Lagerhalle überzugreifen. „Einige brennende Fahrzeuge standen sehr nahe an der Halle“, sagte ein Schichtleiter der Feuerwehr, der bei dem Brand im Einsatz war. Dämmmaterialien im Bereich des Dachs der Halle seien etwas in Brand geraten. „Doch wir konnten verhindern, dass die Lagerhalle weiter in Brand geriet.“

Bei der ersten Meldung sei zunächst die Rede von nur sechs brennenden Fahrzeugen gewesen, sagte der Schichtleiter. „Brennende Lkw werden extrem heiß, durch die große Strahlungswärme und den Funkenflug kann das Feuer dann schon mal von einem Fahrzeug auf das nächste übergreifen“, sagte der Schichtleiter. Fast alle Bestandteile von Lkw sind der Feuerwehr zufolge gut brennbar, besonders natürlich die großen Tanks.

Verdacht des Brandanschlags liegt nahe

Die Frage, ob die Lkw so nah zusammenstanden, dass der Brand von einem Fahrzeug auf die anderen Lkw übergreifen konnte oder ob Brandstifter möglicherweise an mehreren Stellen auf dem Firmengelände gezielt Feuer legten, wurde von Polizei und Feuerwehr nicht beantwortet. Die betroffene Firma wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Brand äußern.

Der Verdacht, dass es sich um einen Brandanschlag handeln könnte, liegt jedoch nahe. Die Polizei sucht nach Zeugen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer in der Nacht oder auch zuvor etwas Verdächtiges beobachtet hat, kann sich beim Kriminaldauerdienst unter Telefon 362 38 88 melden.

Bereits Anfang vergangenen Jahres brannte ein Bundeswehr-Auto in der Hemmstraße in Findorff ab und wurde dabei komplett zerstört. Auch damals ermittelte die Polizei wegen Brandstiftung mit einem möglichem politischem Hintergrund. Vor fast genau einem Jahr zerstörte ein Feuer sechs Polizei-Fahrzeuge in Schwachhausen. Bei diesem Brand handelte sich nicht um einen politisch motivierten Anschlag. Als Brandstifter ermittelte die Polizei damals einen psychisch kranken Mann.

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