„Ausgezeichnete Orte“: Fünf Projekte aus Bremen geehrt

Bremen. Fünf Projekte aus Bremen und Bremerhaven sind unter den Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. In den vergangenen acht Jahren wurden bereits mehr als 2500 Projekte prämiert, 2013 steht der Wettbewerb erstmals im Zeichen eines Jahresthemas.
31.08.2013, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gesa Wicke

Bremen. Fünf Projekte aus Bremen und Bremerhaven sind unter den Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. In den vergangenen acht Jahren wurden bereits mehr als 2500 Projekte prämiert, 2013 steht der Wettbewerb erstmals im Zeichen eines Jahresthemas. „Ideen finden Stadt“ ehrt 100 Projekte, die Lösungen für die Herausforderungen der Städte und Regionen von morgen aufzeigen. Die Themen reichen von Energie bis Kultur, von Mobilität und Kommunikation bis zu Bauen und Wohnen. „Die ausgezeichneten Orte übernehmen Verantwortung und entwickeln wegweisende Ideen für die Metropolen von morgen“, sagt Jürgen Fitschen von der Deutschen Bank AG.

Zu den prämierten Projekten aus Bremen zählt der Klub Dialog mit seiner Veranstaltungsreihe für Kreative. Ausgezeichnet wurde auch der „Denk-Sport-Spiel-Parcours“ der Raumwerkerei in Bremerhaven. Dort haben Bürger mit einem selbst gebauten Parcours ein Freizeitangebot für Jung und Alt in ihrem Stadtteil geschaffen. Weiterer Preisträger ist die Zeitschrift der Straße des Vereins für Innere Mission: Das Magazin wird von Studenten produziert und von Bedürftigen verkauft und soll so Zusammenhalt fördern.

„Es ist ein Projekt, das sich der wachsenden gesellschaftlichen Entsolidarisierung entgegenstellt“, sagt Bertold Reetz, Leiter der Wohnungslosenhilfe des Vereins für Innere Mission, der die Straßenzeitschrift herausgibt. „Wie Bedürftige, Studierende und Journalisten hier langfristig zusammenarbeiten, macht Mut und hat offenbar auch die Jury des Wettbewerbs beeindruckt“, so Reetz weiter.

Das Magazin erscheint seit Anfang 2011 sechsmal im Jahr und wird von Studierenden der Hochschule für Künste (HfK) und der Hochschule Bremerhaven gestaltet, produziert und vermarktet. Verkauft wird es von Menschen, die von Armut betroffen oder bedroht sind und sich so eine Verdienstmöglichkeit schaffen. Jede Ausgabe der Zeitschrift findet ihre Geschichten an einem anderen Ort in Bremen. Darüber hinaus will das Projekt zeigen, wie Hochschulen die Zivilgesellschaft stärken können: indem sie Studierenden Leistungen abfordern, die nicht nur ihrem eigenen Lernen dienen, sondern auch direkten gesellschaftlichen Nutzen stiften.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Online-Plattform „Bremen bewegen“ des Bauressorts. Das Projekt lässt Bürger über das Internet aktiv an der Verkehrsplanung ihrer Stadt teilhaben. Geehrt wurde zudem die Zwischenzeitzentrale, eine Initiative, die leere Häuser und Brachen in Bremen in Kulturräume auf Zeit verwandeln will.

Die Preisverleihungen für die fünf Bremer Projekte finden zwischen November 2013 und März 2014 statt. Für Ende September sind alle 100 Preisträger zu einem Netzwerkstreffen nach Berlin eingeladen.

Zudem haben Internetnutzer im Oktober und November die Gelegenheit, per Online-Abstimmung aus allen Preisträgern einen Publikumssieger zu wählen. Dieser wird gemeinsam mit sechs Bundessiegern aus unterschiedlichen Kategorien im Laufe des kommenden Wettbewerbsjahres geehrt.

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