Schlägereien und Festnahmen

Ausschreitungen nach Nordderby

Bremen. Nach dem Spiel zwischen Werder Bremen und dem HSV ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans beider Mannschaften gekommen. Die Polizei hat knapp 100 Personen in Gewahrsam genommen, die noch in der Nacht wieder frei kamen.
01.09.2012, 19:30
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste

Bremen. Nach dem Spiel zwischen Werder Bremen und dem HSV ist es am Sonnabend zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Mannschaften gekommen. Insgesamt hat die Polizei knapp 100 Personen in Gewahrsam genommen, die noch in der Nacht mit dem letzten Metronom alle wieder nach Hamburg fahren konnten, wie die Polizei WESER-KURIER Online am Sonntagmorgen mitteilte.

Knapp 100 Personen wurden im Bereich Rembertiring/Rembertikreisel in Gewahrsam genommen. Laut Polizei ist dort eine gewaltbereite Hamburger Gruppe auf eine Bremer Gruppe losgegangen. Polizisten gingen dazwischen. Dabei wurde ein Beamter aus Uelzen an der Hand verletzt, er erlitt eine Prellung.

Im Bereich Gleisdreieck und Sielwall gab es ebenfalls Schlägereien, die Polizei versuchte, die Parteien mit Reiterstaffeln auseinanderzubringen. Insgesamt sieben Personen wurden wegen Körperverletzung festgenommen, verletzt wurde nach Polizeiangaben jedoch niemand. Insgesamt bewertete Polizeisprecher Dirk Siemering den Einsatzverlauf als gut. "Im Moment ist es in der Stadt ruhig, die Züge nach Hamburg sind abgefahren", sagte der gegenüber WESER-KURIER Online am Abend.

Da das Aufeinandertreffen der Klubs als sogenanntes Risikospiel eingestuft wurde, hatte die Polizei Sicherheitsmaßnahmen ergriffen: Beamte aus Niedersachsen und Hamburg waren als Verstärkung angerückt. Neben den Reiterstaffeln waren auch Hunde im Einsatz.

Rund 4000 Fans waren zum Spiel aus Hamburg angereist. Darunter waren auch 200 der Kategorie B („gewaltbereit“) und 60 bis 80 der Kategorie C („gewaltsuchend“). Auf Bremer Seite schätzte die Polizei 150 der Kategorie B und 50 bis 60 der Kategorie C.

„Unser Hauptziel ist, diese Gruppierungen auseinanderzuhalten“, sagte Polizeisprecher Dirk Siemering. Deshalb wurden die Hamburger Fans, die mit dem Zug ankamen, direkt am Bahnsteig in Empfang genommen und mit 20 Shuttle-Bussen zum Stadion gebracht. In einem Zug kam es am Mittag zu Randale. Er wurde von den Insassen so beschädigt, dass er aus dem Verkehr gezogen werden musste. (hed/bib/bde)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+