Ehrenamtspreis

Auszeichnung für Bremer Frauen-Netzwerk

Ein Preis für ein Bremer Netzwerk: Die Business and Professional Women aus der Hansestadt wurden am Sonnabend in Berlin für ihre Arbeit geehrt.
18.11.2017, 20:00
Lesedauer: 2 Min
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Auszeichnung für Bremer Frauen-Netzwerk
Von André Fesser
Auszeichnung für Bremer Frauen-Netzwerk

Die Bremer BPW erhielten den Sonderpreis in der Kategorie „Frauen und Frauenrechte“.

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Die Bremer Sektion des Frauennetzwerks Business and Professional Women (BPW) hat am Sonnabendabend in Berlin einen Ehrenamtspreis erhalten. Die Bremerinnen gewannen im Rahmen einer Gala im Stadtteil Schönefeld den sogenannten Take-off-Award. Dabei handelt es sich um einen Preis, der die Arbeit ehrenamtlich Tätiger würdigen soll. Er wird seit 2012 jährlich in mehreren Kategorien vergeben und ist mit einem Preisgeld von insgesamt 50 000 Euro dotiert. Vergeben wird der Preis von einem Netzwerk um den Berliner Hotelier Thomas Tarnok. Schirmfrau der Veranstaltung war am Sonnabend die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth.

Die Bremer BPW erhielten den Sonderpreis in der Kategorie „Frauen und Frauenrechte“ für ihre Unterstützung des Projekts „First Generation Students“. Die Bremerinnen unterstützen auf diese Weise Studentinnen, die in erster Generation in ihrer Familie studieren. Laut BPW können Bremer Studentinnen, die kurz vor dem Abschluss ihres Studiums stehen, über einen Zeitraum von zwei Jahren zu besonderen Bedingungen Mitglied im BPW werden und dabei erleben, wie Netzwerken funktioniert. Die Studierende nimmt an Club- und Vortragsabenden teil, hat Kontakt zu Frauen in ähnlichen Lagen und wird von einer Mentorin unterstützt.

Neben den Bremerinnen wurde die Herbert-Tschäpe-Schule Mahlow aus Brandenburg in der Kategorie „Bildung“ ausgezeichnet. Sie veranstaltete eine Fußball-Weltmeisterschaft für Schulen. In der Kategorie „Ausbildung“ gewann die Stiftung Pfadfinden für ihren Einsatz für die Pfadfinderbewegung und deren Werte. Den Preis für „Mitmenschlichkeit“ erhielt das Patenschaftsangebot für Kinder psychisch erkrankter Eltern (AMSOC e.V.) aus Berlin. Der „Ehrenpreis für das Lebenswerk“ ging an die 96-jährige Holocaust-Überlebende Margot Friedländer, die 1946 mit ihrem Mann in die USA auswanderte, bevor sie als Witwe 2010 zurück in ihre Heimatstadt Berlin zog. Ihr Kampf gegen das Vergessen und für die Mitmenschlichkeit sei vorbildlich, befand die Jury.

41 Projekte standen zur Wahl, zwölf kamen ins Finale. Schirmfrau Rita Süssmuth hob den Wert der Veranstaltung hervor: „Der Award zeichnet Menschen aus, die sich ehrenamtlich für jene engagieren, die allein gelassen, ihre Chancen auf Bildung, Ausbildung und Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft kaum verwirklichen können. Ihr Einsatz schafft Zugehörigkeit und Zusammenhalt und darauf kommt es an. Sie werden dringend gebraucht, und ihnen gebührt höchste Anerkennung.“

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