Übergriffe in Landeserstaufnahme

Awo widerspricht Aktionsbündnis

Die Arbeiterwohlfahrt widerspricht der Darstellung des Aktionsbündnisses We are together Bremen, sie habe Übergriffe gegen junge Schwarze in der Landeserstaufnahme geduldet. Das Gegenteil sei richtig.
30.05.2019, 13:28
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Awo widerspricht Aktionsbündnis
Von Frank Hethey
Awo widerspricht Aktionsbündnis

Das Aktionsbündnis hatte am vergangenen Dienstag bei einer Kundgebung vor der Sozialbehörde gefordert, den Vertrag mit dem Sicherheitsunternehmen Procertus sofort zu kündigen.

Christina Kuhaupt

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) widerspricht der Darstellung des antirassistischen Aktionsbündnisses „We are together Bremen“ zu den Übergriffen in der Landeserstaufnahmestelle in Bremen-Nord. Laut Awo-Sprecherin Anke Wiebersiek ist es falsch, dass die Awo Angriffe gegen junge Schwarze geduldet habe. Das Gegenteil sei richtig, die Awo habe die Vorfälle überhaupt erst gemeldet. „Unsere Mitarbeiter haben gegenüber der Sozialbehörde deutlich gemacht, dass die Security sich nicht korrekt verhalten hat.“

Lesen Sie auch

Nicht zutreffend sei auch, die Awo als Betreiberin der Aufnahmestelle zu bezeichnen. Vielmehr werde die Einrichtung an der Lindenstraße von der Stadt Bremen betrieben. „Die Awo hat nur einen Betreuungsauftrag.“ Was die kritisierten Wohnverhältnisse angeht, liefen Gespräche zwischen Behörde und Eigentümer.

Das Aktionsbündnis hatte am vergangenen Dienstag bei einer Kundgebung vor der Sozialbehörde gefordert, den Vertrag mit dem Sicherheitsunternehmen Procertus sofort zu kündigen. Der Security-Dienstleister untersucht derzeit in Zusammenarbeit mit dem Sozialressort die Vorgänge. Procertus-Geschäftsführer Karim Bader kündigte ein hartes Durchgreifen an, sollten sich die Anschuldigungen bewahrheiten. „Bei uns wird Rassismus nicht geduldet“, sagte er.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+