Debatte über Barrierefreiheit Bahnhof-Umbau nicht in Sicht

Farge. Der Farger Bahnhof ist nur bedingt barrierefrei. Sehbehinderte und Blinde können sich dort schlecht orientieren.
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Von Marie-Chantal Tajdel

Farge. Der Farger Bahnhof ist nur bedingt barrierefrei. Sehbehinderte und Blinde können sich dort schlecht orientieren. Grund sind veraltete Indikatoren auf dem Boden. Außerdem stellt der Weg vom Bahngleis bis zur Bushaltestelle in Richtung Neuenkirchen für beeinträchtigte Menschen eine Hürde dar (wir berichteten). Die Farge-Vegesacker Eisenbahn (FVE), Betreiberin des Bahnhofs Farge, bedauert, „dass diese Barrierefreiheit aus Sicht von Betroffenen offenbar nicht ausreichend gegeben ist“, sagt FVE-Sprecherin Diana Dasch.

Eine kurzfristige Umgestaltung des Bahnhofs sei jedoch nicht umsetzbar, teilt sie nun mit. „Eine Anpassung an den neuesten Stand der Technik erfordert umfangreiche Baumaßnahmen.“ Dafür müsste die Finanzierung geprüft werden. Die FVE hält es deshalb für sinnvoll, wie vom Landesbehindertenbeauftragten Joachim Steinbrück vorgeschlagen, Gespräche mit allen Beteiligten zu führen, um herauszufinden, welche Verbesserungen machbar sind.

Die FVE-Sprecherin weist außerdem darauf hin, dass der Bahnhof im Rahmen des Ausbaus im Jahr 2007 von der Aufsichtsbehörde abgenommen wurde. „Das gilt auch für die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Richtlinien zur Barrierefreiheit“, so die Sprecherin. Zum damaligen Planfeststellungsverfahren habe sich auch der Landesbehindertenbeauftrage geäußert, sagt sie.

Was die Situation am Bahnübergang Farger Straße angeht, hatte sich die FVE schon im Juni schriftlich an das Ortsamt Blumenthal gewandt. Ein erster Ortstermin mit einer sehbehinderten Verkehrsteilnehmerin habe die Probleme verdeutlicht – und die Teilnehmer haben sich insbesondere über die Gefahren beim Erreichen der Bushaltestelle in Richtung Neuenkirchen informiert. Die FVE sieht dort Verbesserungspotenziale im Sinne der Nutzer. „Für ein Gespräch und eine Besichtigung der Situation vor Ort stehen wir nach wie vor zur Verfügung“, sagt Diana Dasch.

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