Planungsvorlauf für Blumenthaler Großprojekt hakt Bahnhofsumbau erneut auf der Kippe

Blumenthal. Über einem der wichtigsten Infrastrukturprojekte für Blumenthal ballen sich erneut dunkle Wolken. Die geplante Umgestaltung des Verkehrsknotens Bus/Bahn samt Neu- und Umbauten rund um das Bahnhofsgelände hängt in der Warteschleife.
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Bahnhofsumbau erneut auf der Kippe
Von Jürgen Theiner

Über einem der wichtigsten Infrastrukturprojekte für Blumenthal ballen sich erneut dunkle Wolken. Die geplante Umgestaltung des Verkehrsknotens Bus/Bahn samt Neu- und Umbauten rund um das Bahnhofsgelände hängt in der Warteschleife. Und ein erfolgreicher Abschluss des planungsrechtlichen Vorlaufs noch in diesem Jahr gilt inzwischen als ausgeschlossen. Der Geduldsfaden des Investors droht zu reißen.

Bereits Ende Februar hatte der Rönnebecker Bauunternehmer Jan-Gerd Kröger am Bahnhof einen ganzen Schwung Bäume fällen lassen, um Platz zu schaffen für ein millionenschweres Vorhaben. In den historischen Gebäudekomplex sollen eine Einrichtung der Lebenshilfe für betreutes Wohnen sowie eine Physiotherapie-Praxis einziehen. Ergänzend ist ein Neubau vorgesehen, unter anderem für die BSAG, die derzeit noch auf der gegenüberliegenden Seite der Landrat-Christians-Straße ansässig ist. Zugleich soll die Drehscheibe für den Busverkehr direkt an den Bahnhof heranrücken.

Die Baumfällaktion von Ende Februar schien unter Zeitdruck zu stehen. Kröger wollte das Baufeld freiräumen, bevor ab 1. März die Motorsägen aus naturschutzrechtlichen Gründen schweigen müssen. Im Frühjahr oder Sommer, so glaubte er damals, würde er mit den Bauarbeiten beginnen können. Doch er hätte sich Zeit lassen können. Bis heute ist der Bebauungsplan für das Bahnhofsareal nicht entscheidungsreif. „Es gibt da noch Knackepunkte“, erklärt Bauamtsleiter Maximilian Donaubauer. Nach seiner Darstellung stehen gutachterliche Stellungnahmen aus. So sei zu klären, ob sich Lärm und Erschütterungen durch den Bahnverkehr innerhalb gesetzlicher Vorgaben bewegen. In diesem Zusammenhang sieht Donaubauer den Investor in der Bringschuld, der ja auch der Nutznießer des Bebauungsplanes sei.

„Er hat es selbst in der Hand, wie schnell das Verfahren vorangeht“, so der Bauamtsleiter. Donaubauer selbst hofft, dass die Gesamtplanung den zuständigen Gremien – vor allem also der Baudeputation – im ersten Quartal 2015 vorgelegt werden kann. Jan-Gerd Kröger ist das alles unverständlich. Er geht davon aus, seine Hausaufgaben längst erledigt zu haben. „Von mir kriegen die keine Gutachten mehr“, legt sich der Bauunternehmer fest. Er ist stinksauer auf die Behörde, die nach seiner Wahrnehmung völlig den Schwung aus dem Projekt genommen hat. Ob es platzen könnte, lässt er vorerst offen.

In einer Vorlage der Verwaltung für die Baudeputation am kommenden Donnerstag liest man davon nichts. Der Sachstandsbericht zu den Planungen für den Verkehrsknoten vermittelt den Eindruck, alles sei auf bestem Wege. Es bestehe „die Chance, die östliche Eingangssituation zum Stadtteil Blumenthal stadt- und freiraumplanerisch neu zu gestalten“.

Die Umgestaltung von Bahnhof und Busbahnhof hakt. FOTO: CHRISTIAN KOSAK

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