Flächen für Projekt "Essbare Stadt" festgelegt

Bald wachsen in Blumenthal die Tomaten

Blumenthal. Im November vergangenen Jahres gab der Blumenthaler Beirat grünes Licht für das Projekt „Essbare Stadt“. Von zart sprießendem Gemüse auf öffentlichen Flächen kann jedoch bisher keine Rede sein, obwohl die Pflanz- und Saatzeit gerade Hochkonjunktur hat.
23.04.2014, 00:00
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Von Christina Denker

Blumenthal. Im November vergangenen Jahres gab der Blumenthaler Beirat grünes Licht für das Projekt „Essbare Stadt“. Von zart sprießendem Gemüse auf öffentlichen Flächen kann jedoch bisher keine Rede sein, obwohl die Pflanz- und Saatzeit gerade Hochkonjunktur hat. Ist die Idee von Jutta Riegert bereits im Keim erstickt?

Ortsamtsleiter Peter Nowack behauptet das Gegenteil. Man arbeite an dem Beet-Projekt. Kürzlich habe das Ortsamt einen sogenannten Projekt-Steckbrief beim Senator für Arbeit eingereicht. Mit dem Ziel, Gelder für dieses Qualifizierungsprojekt zu erhalten, das über zwei Jahre laufen soll. Jetzt heiße es warten, „aber die Entscheidung sollte bald fallen, vielleicht schon im Mai“, hofft Nowack.

Wo in Blumenthal künftig Tomaten, Möhren und Gurken gedeihen sollen, steht bereits fest: Eine am Dilichplatz und drei weitere in der Fresenbergstraße/Ecke Besanstraße, wo derzeit noch Straßenbegleitgrün wächst. Dass es in diesem Jahr sicher noch nichts zu ernten geben wird, sieht Nowack gelassen. Dafür gibt er sich optimistisch, dass die notwendigen Vorarbeiten für die Erntesaison 2015 im Herbst beginnen können.

Vor zwei Jahren hatte Jutta Riegert aus Rönnebeck zum ersten Mal das Projekt „Essbare Stadt“ vorgestellt. Sie glaubt fest daran, dass dieses Projekt auch Blumenthal guttun wird: „Es verschönert die Stadt, und es hilft, Geld zu sparen“, findet sie. Wie eine „Essbare Stadt“ aussehen könnte, hat sie in ihrer Heimatstadt gesehen, dem rheinland-pfälzischen Andernach. Seit Jahren wird dort mit dem Anbau von Zwiebeln, Sellerie, Kohl, Möhren, Bohnen, Obst, Küchenkräutern und Schnittblumen auf öffentlichen Flächen die Natur zurückgeholt. Als im November 2013 die Entscheidung für die Idee fiel, kündigte Peter Nowack an, dass mit der „Essbaren Stadt“ zehn Personen über Qualifizierungsmaßnahmen zwei Jahre lang finanziert werden könnten. Nach seiner Berechnung bräuchte Blumenthal dafür einen Lohnzuschuss von 60.000 Euro.

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