Faire Woche will für Produktionsbedingungen sensibilisieren Bananenbauern profitieren von nachhaltigem Anbau

Bremen. „Fairer Handel schafft Transparenz.“ Das ist das Motto der fairen Woche, die bundesweit bis zum 25.
15.09.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Bananenbauern profitieren von nachhaltigem Anbau
Von Milan Jaeger

„Fairer Handel schafft Transparenz.“ Das ist das Motto der fairen Woche, die bundesweit bis zum 25. September stattfindet. Die Organisatoren wollen auf die mangelnde Durchsichtigkeit in konventionellen Wertschöpfungsketten aufmerksam machen und den Konsumenten den fairen Handel als ernsthafte Alternative zum konventionellen näher bringen.

Um die Vorzüge des fairen Handels anschaulich zu machen, reisen acht Vertreter von Handelspartnern unter anderem aus Indien, den Philippinen und Ecuador durch Deutschland. Am Montag waren William Justavino und Geoconda Mendieta im Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung zu Gast, um über ihre Erfahrungen mit der nachhaltigen Bananenproduktion zu berichten.

Justavino ist im Jahr 2003 von der konventionellen auf die biologische Bananenproduktion umgestiegen und ist Vorsitzender einer Produzentenvereinigung in Ecuador. „Ich habe etwas mehr als drei Hektar Land, auf denen ich Bananen und andere Früchte anbaue“, berichtet Justavino. Ein zentraler Bestandteil der biologischen Produktion sei nämlich die Abkehr von Monokulturen. Während die großen, marktbeherrschenden Anbieter auf ihren Plantagen Monokulturen betrieben, sei es für die Bio-Bauern gang und gäbe, nicht nur auf ein Produkt zu setzen. „So machen wir uns unabhängig vom Preisdiktat der großen Bananenexporteure“, sagt Justavino.

Mendieta arbeitet für die Urocal (Regionale Union der Bauernorganisation der südlichen Küstenregion). Urocal ist ein Dachverband von mehr als 600 Familien, die in Genossenschaften organisiert sind. Der Verband ist in den 70ern entstanden und produziert Bio-Bananen für „Banafair“, einer deutschen Organisation, die die Bananen zu fairen Bedingungen vermarktet. Sie erklärt, dass die Bauern strenge Regeln befolgen müssen, um zertifiziert zu werden, also Bio-Bananen exportieren zu dürfen. „Ob die Bauern unsere Regeln erfüllen, wird regelmäßig überprüft.“ Urocal garantiere den Produzenten 8,30 Dollar je Bananenkiste. So würden sowohl Konsumenten als auch Produzenten von der fairen Produktion profitieren.

„Der Kunde kann sich über die Produktionsbedingungen der zertifizierten Bananen informieren, und die Bauern werden unabhängiger“, sagt Mendieta. Ein Vorteil für beide Seiten.

Über alle Veranstaltungen anlässlich der fairen Woche können Sie sich im Internet unter www.faire-woche.de informieren. In Bremen gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Termine.

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