Deichschart wird saniert

Baustelle auf dem Osterdeich

Östliche Vorstadt. Auf dem Osterdeich wird wieder gebaut. Das Amt für Straßen und Verkehr lässt den Deichschart zwischen Auf dem Peterswerder und Weser-Stadion sanieren.
04.05.2014, 00:00
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Von Liane Janz
Baustelle auf dem Osterdeich

Der Deichschart im Peterswerder ist in die Jahre gekommen und wird saniert.

Walter Gerbracht

Auf dem Osterdeich wird wieder gebaut. Das Amt für Straßen und Verkehr lässt den Deichschart zwischen Auf dem Peterswerder und Weser-Stadion sanieren. Die vorbereitenden Arbeiten beginnen heute. Dauern werden die Arbeiten voraussichtlich bis Ende Juli. Zum Ende des Monats beginnt wahrscheinlich auch die swb damit, ein Hochspannungsstromkabel vom Hastedter Umspannwerk bis zum Umspannwerk am Dobben zu erneuern.

Die Zusammenhänge werden erst auf den zweiten Blick ersichtlich. „Wir können jetzt pünktlich anfangen, weil Werder Bremen den Klassenerhalt geschafft hat“, sagt Martin Stellmann vom Amt für Straßen und Verkehr (ASV) – und meint eine Baustelle auf dem Osterdeich. Seit Tagen steht auf Höhe der Straße Auf dem Peterswerder bereits Zubehör für eine Straßenbaustelle. Heute wird sie eingerichtet. Hätte Werder Bremen in die Relegation gemusst, wären die Bauarbeiten verschoben worden, weil der Osterdeich der Hauptzuweg zum Weser-Stadion ist.

Das Amt für Straßen und Verkehr lässt den Deichschart sanieren, der von der Straße Auf den Peterswerder Richtung Weser-Stadion führt. Vielen sei es nicht bewusst, sagt Martin Stellmann, aber der Deichschart sei eine Brücke. Die müsse die Straße auf dem Osterdeich mit seinen ganzen Verkehren tragen. Da das Brückengerüst aber in die Jahre gekommen ist, trägt es über kurz oder lang nicht mehr so gut. Damit der Osterdeich weiterhin als Hauptstraße funktionieren kann, muss es saniert werden.

Die Bäume und Sträucher, die auf Höhe des Deichscharts standen, hat der Umweltbetrieb, wie berichtet, bereits im Februar auf Anordnung der Baubehörde gefällt. Der motorisierte Verkehr wird zweispurig an der Baustelle vorbeigeführt – und zwar über die Nebenanlagen, heißt es in einer Mitteilung der Verkehrsmanagementzentrale. Deshalb müssen Fußgänger und Radfahrer auch vom Deich runter. „Eine Umleitung ist über den ‚Ambiente-Weg‘, den Kassenvorplatz des Weser-Stadions und Franz-Böhmert-Straße ausgewiesen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Straße Auf dem Peterswerder ist nur noch über die Hamburger Straße erreichbar. Die Arbeiten sollen Ende Juli abgeschlossen sein.

Bis hinters Ortsamt

Da der Osterdeich aber nicht nur eine Hauptader für den Verkehr, sondern auch für den Strom im Viertel ist, rufen die ASV-Bauarbeiten auch den Stromversorger swb auf den Plan. Um am Deichschart arbeiten zu können, muss ein dreiadriges 110000-Volt-Kabel gekappt werden. Die swb lässt diese Leitung vorwiegend unterirdisch vom Umspannwerk in Hastedt bis zum Umspannwerk am Dobben hinterm Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt neu verlegen. „Mitte Mai wird das Bohrmaterial geliefert“, sagt swb-Sprecher Christoph Brinkmann.

Voraussichtlich Ende Mai oder Anfang Juni beginnen dann die Bohrarbeiten in Hastedt. Die Hochspannungsleitung versorgt das Viertel und das Klinikum Bremen-Mitte mit Strom. Auf dem Osterdeich wird es abschnittsweise kleinere Baustellen geben, wo die swb von oben ins Erdreich muss. Der Bohrer ist nicht lang genug, um die komplette Strecke vom Umspannwerk bis zum Sielwall durchzubohren. Etwa zu Beginn der Sommerferien soll die Baustelle den Sielwall erreichen.

Dort wird nicht mehr unterirdisch, sondern in offener Bauweise gearbeitet, weil dort zwei Kabel direkt nebeneinander in PET-Schutzrohren liegen. Betroffen ist die Ostertorseite des Sielwalls, wo im Februar bereits Bäume wegen der anstehenden Bauarbeiten gefällt worden sind. Erst am Dobben wird wieder gebohrt. Das Kabel wird auf Höhe der Kreftingstraße unter dem Dobben durch zum Umspannwerk verlegt, während der Verkehr weiter rollen kann.

Das Brückenbauwerk über den Deichschart stammt von 1892, das ölisolierte Stromkabel von 1959 liegt etwa anderthalb Meter tief. Es muss auf ganzer Strecke erneuert werden, weil diese Art Kabel nicht mehr hergestellt wird.

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