Bundesstraße und Habenhauser Brückenstraße

Baustellen sorgen für Staugefahr im Bremer Süden

Mit der B75 und der Habenhauser Brückenstraße sind zwei wichtige Verkehrsadern im Bremer Süden von Baustellen betroffen. Für Pendler bedeutet das eine Belastungsprobe.
21.08.2020, 05:00
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Baustellen sorgen für Staugefahr im Bremer Süden
Von Pascal Faltermann
Baustellen sorgen für Staugefahr im Bremer Süden

Wer in den kommenden Wochen über die Bundesstraße 75 nach Bremen oder nach Delmenhorst möchte, sollte Geduld und Zeit mitbringen. Durch eine Großbaustelle drohen Staus.

Christina Kuhaupt

Mit einer Vollsperrung beginnt am Wochenende die Großbaustelle auf der Bundesstraße 75. Am Sonntag, 23. August, wird zwischen 4 und 8 Uhr die Oldenburger Straße in Richtung Niedersachsen (stadtauswärts) im Bereich Grolland bis zur Landesgrenze gesperrt. Das ist der Startschuss für eine sechs Wochen dauernde Sanierung der viel befahrenen Verkehrsachse zwischen Bremen und Delmenhorst. Während der Bauzeit läuft der Verkehr in beide Richtungen jeweils einspurig. Ein zusätzlicher Stresstest steht dem Bremer Süden auf der Habenhauser Brückenstraße bevor. Ab kommender Woche geht es mit dem Ausbau der Einfallstraße in die Hansestadt los. Ziel ist es, nach 17 Monaten im Jahr 2022 fertig zu sein. Für Pendler bedeutet das eine Belastungsprobe.

Am frühen Sonntagmorgen müssen die Arbeiter des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV) die B 75 nach Delmenhorst komplett dicht machen, um die Baustelle einzurichten. Dafür werden gelbe Markierungen auf der Fahrbahn aufgebracht, teilt das ASV mit. Im Anschluss wird die löchrige und marode Fahrbahn saniert, auf der täglich zwischen 40.000 und 45.000 Fahrzeuge unterwegs sind. Etwa zehn Prozent davon sind Lastwagen.

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Der Verkehr soll jeweils einspurig auf die gegenüberliegende Fahrbahnseite geleitet werden. Die in Richtung Bremen gelegene Tankstelle kurz vor der Brücke Heinrich-Plett-Allee kann in dieser Zeit nur über Umleitungen durch die Baustelle angefahren werden. Der Grund: Für eine komplette Erneuerung in dem Bereich muss die Zu- und Abfahrt vier Tage voll gesperrt werden. Die Tanke auf der gegenüberliegenden Seite – also Richtung Delmenhorst – soll laut ASV nicht betroffen sein. Während der Bauzeit sind auch die Ausfahrten an den Anschlussstellen Huchting, Kirchhuchting und Grolland gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Anschlussstelle Neustadt.

„Zuerst wird der Asphalt runter gefräst und der Schotter raus geholt“, sagt Ralf Hartmann, Projektleiter des Bremer Straßenbauunternehmens. Die darunter liegende Schotterschicht werde mit einem Steinbrecher zertrümmert, damit sie mit Zement hart gemacht werden kann. „Auf die neue Betonschicht wird dann ein dreilagiger Asphalt aufgebracht, der drei Wochen aushärten muss“, so Hartmann. Aus diesem Grund weist das ASV in Anwohnerinformationen und Mitteilungen darauf hin, dass es zeitliche Phasen gibt, in denen keine Bautätigkeit zu sehen ist – der Bodenbelag muss trocknen.

Kosten in Höhe von 3,8 Millionen Euro

Damit das funktioniert, sind in der Bauplanung vier bis fünf Tage Regen eingerechnet, in denen bestimmte Arbeiten nicht gemacht werden können. „Wir gehen aber davon aus, dass wir den Termin halten und zum 3. Oktober fertig sind“, so Projektleiter Hartmann. Für die komplette Baumaßnahme auf den 2,5 Kilometern der Bundesstraße 75 sind laut dem ASV Kosten in Höhe von insgesamt 3,8 Millionen Euro eingeplant.

Wenn die beschriebenen Arbeiten beendet sind, folgt ab Oktober der Ersatzneubau der Brücke über die Varreler Bäke in Höhe der Landesgrenze zu Niedersachsen – das Ende dort ist für Ende September 2022 angedacht. So sieht es zumindest die Baustellenkoordination der Bremer Verkehrsbehörde vor. Die ausführende Planungsgesellschaft Deges rechnet dafür mit Gesamtkosten von circa sechs Millionen Euro.

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Wer ab der kommenden Woche zwischen dem Autobahnzubringer Arsten und der Karl-Carstens-Brücke (Erdbeerbrücke) unterwegs ist, muss sich auf stockenden Verkehr einstellen. Ab Dienstag, 25. August, wird die Habenhauser Brückenstraße saniert – Anfang 2022 soll alles fertig sein. Die viel befahrene Verkehrsachse wird durch die Deges ausgebaut. In zwölf Abschnitten soll von Norden nach Süden gearbeitet, der Verkehr teilweise auf eine Fahrbahn eingeengt werden. Vollsperrungen soll es nur in Ausnahmefällen geben.

Laut dem Verkehrsentwicklungsplan ist die die Straße eine von denjenigen Strecken, deren Umbau höchste Priorität genießt, damit der Verkehr besser als bisher fließen kann. Planer haben zudem festgestellt, dass beim Weiterbau der A 281 die stark belastete Stadtstraße vom Umleitungsverkehr zusätzlich betroffen sein wird. Laut Jörn Kück von der Deges hat eine Untersuchung ergeben, dass der Knotenpunkt vor der Karl-Carstens-Brücke dann an seine Grenzen stoßen würde.

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Weitere Informationen

Informationen zur aktuellen Verkehrssituation gibt es auf der Internetseite der Verkehrsmanagementzentrale Bremen (VMZ) unter www.vmz.bremen.de.

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