B75 und A1 Baustellen im Bremer Süden: Verkehrschaos befürchtet

Wenn Ende März auf der Bundesstraße 75 die Fahrbahn erneuert wird, befürchten die Bremer Handelskammer und die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) ein Verkehrschaos.
07.03.2020, 06:00
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Baustellen im Bremer Süden: Verkehrschaos befürchtet
Von Pascal Faltermann

Autofahrer im Bremer Süden müssen sich auf Staus und stockenden Verkehr einstellen. Weil auf der Bundesstraße 75 und der Autobahn 1 in nächster Zeit die Fahrbahnen erneuert werden, schlagen nun die Bremer Handelskammer und die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) Alarm. Deren Vertreter befürchten ein Verkehrschaos, das die Pendler und den Wirtschaftsverkehr betrifft.

Laut Angaben des Bremer Amtes für Straßen und Verkehr (ASV) muss ab dem 28. März voraussichtlich bis Anfang Mai 2020 die Fahrbahn der B75 in Richtung Bremen zwischen Landesgrenze und Grolland erneuert werden. In diesem Bereich sind laut aktuellen Daten täglich gut 40.000 Fahrzeuge unterwegs, rund zehn Prozent davon Lastwagen. Während der Baumaßnahme steht pro Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung.

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Problematisch sei die Baustelle, weil auf einer möglichen Ausweichroute ebenfalls gebaut wird, teilen die beiden Kammern mit. Denn noch bis Ende Juni stehen auf der Autobahn 1 nur zwei Fahrspuren je Richtung zu Verfügung, weil die Ochtumbrücke erneuert wird. „Sinnvoller wäre es, die Sanierung der B75 erst nach Fertigstellung der Ochtumbrücke in Angriff zu nehmen“, erklärt Olaf Orb von der Handelskammer Bremen. Felix Jahn von der Oldenburgischen IHK ergänzt, dass die nächste Baumaßnahme auf der Bundesstraße nicht lange auf sich warten lasse. Voraussichtlich ab August soll dann bis 2022 die Brücke über die Varreler Bäke erneuert werden. Auch hier wird je Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung stehen.

IHK und Handelskammer hatten hier bereits als Alternative eine Wechselverkehrsführung vorgeschlagen: Je ein Fahrstreifen in Richtung Bremen und Delmenhorst sowie ein zusätzlicher zweiter, der im Berufspendlerverkehr entweder in Richtung Bremen oder in Delmenhorst freigegeben wird. Die beiden Kammern hatten darauf verwiesen, dass eine solche Verkehrsführung bei anderen Baumaßnahmen für einen besseren Verkehrsfluss gesorgt hatte. Die Planungsbehörden hatten den Vorschlag jedoch abgewiesen. Im Sommer ist übrigens geplant, die A1-Strecke zwischen den Ausfahrten Uphusen/Mahndorf und Arsten zu sanieren.

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