Jazz-Pianist Felix Elsner präsentiert Songs im City 46 / Veranstaltungsreihe jeden ersten Dienstag im Monat

Beatles-Klassiker im neuen Gewand

Höhepunkte der Popmusik im neuen Gewand: Das ist das Konzept der neuen Musikreihe "Fine and mellow - on the jazzy side of pop", für die Jazz-Musiker Felix Elsner verantwortlich zeichnet. Jeden ersten Dienstag im Monat präsentiert Elsner im City 46 alte Klassiker ganz neu.
05.12.2011, 05:00
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Höhepunkte der Popmusik im neuen Gewand: Das ist das Konzept der neuen Musikreihe "Fine and mellow - on the jazzy side of pop", für die Jazz-Musiker Felix Elsner verantwortlich zeichnet. Jeden ersten Dienstag im Monat präsentiert Elsner im City 46 alte Klassiker ganz neu.

Von Sabine Grulke

Bahnhofsvorstadt. Einen ersten Abend hat es bereits gegeben. "Der ist ganz gut angelaufen", sagt Elsner, "es könnte aber noch besser werden". Rund 80 Zuhörer passen hinein ins City 46. Für ihn sei es "eher exotisch", was er da mache, aber er mag die Musik aller drei Programme. Elsner: "Sonst würde ich sie nicht spielen."

Wie ist die Veranstaltungsreihe entstanden? "Ich sollte Popmusik machen": Damit sei er von Karl-Heinz Schmid, Geschäftsführer des Kommunalkinos, beauftragt worden, berichtet Elsner. "Da habe ich gesagt, ich mache es, aber auf meine Weise."

Die drei Programme heißen: "Sting", "The beatless Beatles" und "German Schmalz", bei der die Schlagerkultur aufs Korn genommen wird. Saxofonistin Ilka Siedenburg hat dazu die Arrangements geschrieben. Nick Gibbs singt, Michi Schmidt ist für die Percussions zuständig, und Felix Elsner spielt natürlich Klavier.

Elsner, 1970 in Düsseldorf geboren, begann 1991 ein Lehramtsstudium der Musik und Germanistik in Oldenburg. Ein Studium für Klavier an der Folkwang-Hochschule in Essen mit dem Schwerpunkt Jazz schloss sich an. Im Anschluss studierte der Musiker weiter, erneut Musik und Germanistik fürs Lehramt an Gymnasien. Ein Referendariat in Frankfurt folgte.

Drei Jahre lang war Elsner dann Lehrbeauftragter für Klavier und Improvisation im Fachbereich Musik an der Universität Kassel. Er hielt Seminare zu den Themen Klavierimprovisation und "Improvisation über Songs der populären Musik". Zwei Semester lang arbeitete Elsner als Lehrbeauftragter für Klavier an der Musikhochschule Mannheim, bevor es ihn 2003 nach Bremen verschlug: Zunächst als Lehrer für Deutsch, Musik und Theater an Bremer Gesamtschulen und Gymnasien, wo er bis April tätig war. Seitdem ist er hauptamtliche Lehrkraft für Musikpädagogik an der Hochschule für Künste in Bremen.

Nebenbei hat der Musiker in den vergangenen acht Jahren auch als Lehrkraft an der Universität Oldenburg und der Musikhochschule Mannheim gewirkt. Seit April vergangenen Jahres hat er bereits einen Lehrauftrag für Jazz-Klavier und Improvisation an der Hochschule für Künste. Elsner erlangte seine musikalischen und pianistischen Fähigkeiten vor allem im Hauptfachunterricht bei Peter Walter an der Folkwang-Hochschule in Essen. Zusätzlich lernte er noch bei John Taylor, Kenny Wheeler und Peter Herborn. Seine Schwerpunkte liegen sowohl in der Improvisation und Komposition im Jazz, als auch in der klassischen Klavierliteratur. Für diverse Ensembles vom Duo mit Klavier und Cello bis zur Bigband hat er Stücke komponiert. Elsner erhielt 1996 den Folkwang-Preis und 1999 den Kulturpreis der Stadt Kassel.

Elsner spielt Klavier solo, aber auch im Duo mit Saxofonistin Ilka Siedenburg auf Festivals und in Clubs. Zur Band "Timeline" gehört außer den beiden Genannten noch Michi Schmidt. Jazz spielt Elsner auch gemeinsam mit Sebastian Räther am Bass und Golo Maichel am Schlagzeug. Zusammen mit Stephan Schrader am Cello liefert er als "The Bird-Variations" seinen Tribut an Charlie Parker.

Nun also "Fine an mellow" einmal im Monat im City 46. Die Termine sind: Am Dienstag, 6. Dezember, mit "The beatless Beatles", am 10. Januar "German Schmalz", am 7. Februar "An evening with Sting", am 4. März wieder "Beatles", am 3. April "Schmalz", am 8. Mai erneut "Sting" und am 5. Juni noch einmal "Beatles".

Zwar werde es wechselnde Besetzungen geben, kündigt Elsner auf seiner Homepage www.felixelsner.de an, aber relativ häufig werden neben ihm selbst noch Nick Gibbs, Sänger und Komponist aus Australien, sowie Michi Schmidt dabei sein, der seit 1980 Percussions spielt und schon in verschiedenen Ensembles musiziert hat. Und Ilka Siedenburg ist Professorin für Didaktik der Populären Musik an der Fachhochschule Osnabrück.

Zum nächsten Konzert mit dem Titel "The beatless Beatles" werden legendäre Songs der vier Pilzköpfe aus Liverpool in neuen Fassungen zu hören sein.

"Fine and mellow" im City 46, Birkenstraße 1, jeweils dienstags um 20 Uhr am 6. Dezember, 10. Januar, 7. Februar, 4. März, 3. April, 8. Mai und 5. Juni. Eintritt: zwölf Euro, ermäßigt neun Euro.

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