Jazz-Pianist Felix Elsner präsentiert jeden ersten Dienstag im Monat Songs im City 46

Beatles-Songs im neuen Gewand

Höhepunkte der Popmusik im neuen Gewand: Das ist das Konzept der neuen Musikreihe "Fine and mellow - on the jazzy Side of Pop", für die Jazz-Musiker Felix Elsner verantwortlich zeichnet. In der Regel jeden ersten Dienstag im Monat präsentiert Elsner im City 46 in der Birkenstraße alte Klassiker ganz neu.
05.01.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Sabine Grulke

Höhepunkte der Popmusik im neuen Gewand: Das ist das Konzept der neuen Musikreihe "Fine and mellow - on the jazzy Side of Pop", für die Jazz-Musiker Felix Elsner verantwortlich zeichnet. In der Regel jeden ersten Dienstag im Monat präsentiert Elsner im City 46 in der Birkenstraße alte Klassiker ganz neu.

Bahnhofsvorstadt. Auf einen ersten Abend mit Musik von Sting im City 46 blickt Jazz-Pianist Felix Elsner einigermaßen zufrieden zurück: "Das ist ganz gut angelaufen", sagt er, "es könnte aber noch besser werden." In der kommenden Woche steht nun die zweiter Veranstaltung auf dem Programm. Rund 80 Zuhörer passen ins City 46. Für ihn sei es "eher exotisch", was er da mache, aber er möge die Musik der vorgesehenen drei Programme.

Wie ist die neue Veranstaltungsreihe entstanden? "Ich sollte Popmusik machen", berichtet Elsner. Damit sei er von Karl-Heinz Schmid, Geschäftsführer des Kommunalkinos, beauftragt worden. "Daraufhin habe ich gesagt, dass ich es mache, aber auf meine Weise."

Die anderen beiden Programme, die mit dem Sting-Repertoire im Wechsel laufen, sind "The beatless Beatles" sowie "German Schmalz", bei der die Schlagerkultur aufs Korn genommen wird. Saxofonistin Ilka Siedenburg hat die Arrangements geschrieben. Nick Gibbs singt, Michi Schmidt ist für die Percussions zuständig, und Felix Elsner spielt Klavier.

Der am 29. Juni 1970 in Düsseldorf geborene Elsner machte in Höxter sein Abitur, danach leistete er den Zivildienst in Freiburg im Breisgau ab. 1991 begann Elsner ein Studium der Musik und Germanistik fürs Lehramt an Gymnasien an der Universität Oldenburg. Ein Diplom-Studium für Klavier an der Folkwang-Hochschule in Essen mit dem Schwerpunkt Jazz schloss sich an. Im Anschluss studierte der Musiker weiter, Musik und Germanistik fürs Lehramt an Gymnasien. Elsner ließ sich außerdem zum Spielleiter für das Fach "Darstellendes Spiel" ausbilden. Sein zweites Staatsexamen bestand er mit Auszeichnung und der Note 1,0.

Drei Jahre war Elsner dann Lehrbeauftragter für Klavier und Improvisation im Fachbereich Musik an der Universität Kassel. Er hielt Seminare zu den Themen Klavierimprovisation und "Improvisation über Songs der populären Musik". Zwei Semester lang arbeitete er als Lehrbeauftragter für Klavier an der Musikhochschule Mannheim, bevor es ihn 2003 nach Bremen verschlug: Zunächst als Lehrer für Deutsch, Musik und Theater an Bremer Gesamtschulen und Gymnasien, wo er bis April tätig war. Seitdem ist er hauptamtliche Lehrkraft für Musikpädagogik an der Hochschule für Künste in Bremen.

Lehrkraft an Hochschule für Künste

Nebenbei hat der Musiker in den vergangenen acht Jahren auch als Lehrkraft an der Universität Oldenburg und der Musikhochschule Mannheim gewirkt. Seit April vergangenen Jahres hat er bereits einen Lehrauftrag für Jazz-Klavier und Improvisation an der Hochschule für Künste.

Elsner erlangte seine musikalischen und pianistischen Fähigkeiten vor allem im Hauptfachunterricht bei Peter Walter an der Folkwang-Hochschule in Essen. Zusätzlich lernte er noch bei John Taylor, Kenny Wheeler und Peter Herborn. Seine Schwerpunkte liegen sowohl in der Improvisation und Komposition im Jazz als auch in der klassischen Klavierliteratur. Für diverse Ensembles vom Duo mit Klavier und Cello bis zur Bigband hat er Stücke arrangiert und komponiert. Elsner erhielt 1996 den Folkwang-Preis und 1999 den Kulturpreis der Stadt Kassel.

Felix Elsner spielt Klavier solo, aber auch im Duo mit Saxofonistin Ilka Siedenburg auf Festivals und in Clubs. Zur Band "Timeline", die sich neben dem Jazz noch der World Music verschrieben hat, gehört außer den beiden Genannten noch Michi Schmidt. Jazz spielt Elsner auch gemeinsam mit Sebastian Räther am Bass und Golo Maichel am Schlagzeug. Zusammen mit Stephan Schrader am Cello liefert er als "The Bird-Variations" seinen Tribut an Charlie Parker.

Nun also "Fine and mellow" einmal im Monat im City 46. Die Termine sind: am Dienstag, 10. Januar, "German Schmalz", am 7. Februar "An Evening with Sting", am 4. März wieder "Beatles", am 3. April "Schmalz", am 8. Mai erneut "Sting" und am 5. Juni noch mal "Beatles". Zwar werde es wechselnde Besetzungen geben, kündigt Elsner an, aber relativ häufig werden neben ihm selbst noch Nick Gibbs, Sänger und Komponist aus Australien sowie Michi Schmidt dabei sein, der seit 1980 Percussions spielt. Und Ilka Siedenburg, die als Professorin für Didaktik der Populären Musik an der Fachhochschule Osnabrück lehrt.

Zum Konzert mit dem Titel "The beatless Beatles" werden legendäre Songs der vier erfolgreichen Pilzköpfe aus Liverpool in neuen Fassungen zu hören sein. Beliebte Titel wie "Yesterday", "Let it be", "Michelle", "Strawberry Fields" und andere Klassiker werden auf jeden Fall dabei sein.

"Fine and mellow" im City 46, Birkenstraße 1, jeweils dienstags um 20 Uhr am 10. Januar, 7. Februar, 4. März, 3. April, 8. Mai und 5. Juni. Der Eintritt kostet zwölf, ermäßigt neun Euro.

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