Diskussion mit Bürgern Bebauung der Bremer Galopprennbahn: "Bloß kein zweites Tenever"

Die Zukunft der Bremer Galopprennbahn soll nicht allein in den Händen der Stadtplaner liegen. Bei einem ersten Treffen konnten Bürger ihre Ideen und Anmerkungen einbringen.
10.04.2018, 10:00
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Bebauung der Bremer Galopprennbahn:
Von Christian Hasemann

Knapp 150 Menschen haben am Montagabend an der Auftaktveranstaltung zur Bebauung der Galopprennbahn Vahr teilgenommen. In einer ganzen Reihe von Beteiligungsschritten möchten die zuständigen Ressorts Bau und Wirtschaft die Menschen in die Gestaltung des etwa 30 Hektar Geländes einbeziehen.

Senatsbaudirektorin Iris Reuther betonte eingangs, dass Bremen eine wachsende Stadt sei, und dass die Menschen vor Ort gehört werden sollen. "Wir wissen, dass der Bremer Osten ein für die Entwicklung der Stadt wichtiger Raum ist", sagte die oberste Stadtplanerin. Die Beschäftigung mit der Rennbahn sei gleichzeitig auch ein Bekenntnis zum Bremer Osten.

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An Stelltafeln konnten Besucher in der Diskussion mit Mitarbeitern und Experten des Wirtschafts- und des Bauressorts ihre Sichtweise und ihre Ideen vorstellen. In den Diskussionen kristallisierten sich vor allem drei Punkte heraus, die den Menschen vor Ort wichtig sind: eine Lösung für den Verkehr, öffentliche Grünflächen und eine maßvolle Bebauung. Gerade um letzteren Punkt wird vermutlich noch heftig gerungen werden. Im Regionalausschuss Galopprennbahn, der sich aus Mitgliedern der Beiräte Vahr und Hemelingen zusammensetzt, fordert eine Mehrheit eine Obergrenze von 1000 Wohneinheiten. Experten sehen dagegen die Möglichkeit einer dichteren Bebauung. Eine häufig genannte Äußerung aus der Bevölkerung, die am Montagabend zu hören war: bloß keine neue Neue Vahr oder ein zweites Tenever.

Die Bürgerinitiative Rennbahngelände will dagegen mit einem Volksbegehren die Anlage noch retten und eine Bebauung insgesamt verhindern. Am Rande der Veranstaltung im Martinshof war zu hören, dass die Initiative in Kürze die erste Hürde nehmen wird: Die dafür benötigten 4000 Unterschriften seien fast zusammen, sagte Andreas Sponbiel von der Bürgerinitiative.

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