Investor stellt Pläne für Häuser am Eichenhof vor / Kritik der Anlieger an Parkplatzsituation Bebauung ist den Nachbarn zu massiv

Vier Mehrfamilienhäuser – das ist einigen Nachbarn zu viel. Ihnen wäre es lieber, wenn auf dem ehemaligen Kirchengrundstück in der Straße Eichenhof nur drei Gebäude entstehen würden. Die Anwohner wollen wachsam darauf schauen, dass die Bäume an der Grundstücksgrenze erhalten werden. Kritisch betrachten sie auch die Parksituation, die sich durch die Wohnbebauung in der Straße verschärfen könnte. Ihre Bedenken äußerten sie bei einer Einwohnerversammlung, die jetzt im Zuge der Bauleitplanung stattfand.
15.02.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Bebauung ist den Nachbarn zu massiv
Von Julia Ladebeck

Vier Mehrfamilienhäuser – das ist einigen Nachbarn zu viel. Ihnen wäre es lieber, wenn auf dem ehemaligen Kirchengrundstück in der Straße Eichenhof nur drei Gebäude entstehen würden. Die Anwohner wollen wachsam darauf schauen, dass die Bäume an der Grundstücksgrenze erhalten werden. Kritisch betrachten sie auch die Parksituation, die sich durch die Wohnbebauung in der Straße verschärfen könnte. Ihre Bedenken äußerten sie bei einer Einwohnerversammlung, die jetzt im Zuge der Bauleitplanung stattfand.

St. Magnus. Im Frühjahr 2014 könnte der Bau von vier Mehrfamilienhäuser am Eichenhof beginnen – wenn der neue Bebauungsplan und der Bauantrag wie vorgesehen genehmigt werden. Mittwochabend stellten die Geschäftsführer des Bauträgers Hansehaus Contor, Jens Crome und Carlo Hampel, sowie Stadtplaner Lars Lemke vom Planungsbüro Baumgart und Partner den städtebaulichen Entwurf für den neuen Bebauungplan 56 während einer Einwohnerversammlung vor.

Die Nachbarn äußerten Bedenken hinsichtlich der künftigen Parksituation in der Straße. Diese könnte sich verschärfen, so die Befürchtung. Auch um die Bäume auf dem Gelände der ehemaligen katholischen Gemeinde St. Peter und Paul machen sich die Anwohner Sorgen. Außerdem erscheint einigen die Bebauung des Grundstücks mit vier Häusern viel zu massiv. Lieber wäre es ihnen, wenn statt vier nur drei Häuser gebaut werden würden.

Lars Lemke setzte dagegen: Die Baunutzungsverordnung erlaube es, 40 Prozent der Grundstückfläche zu bebauen. "Wir bebauen aber nur 25 Prozent des Grundstücks." Wie berichtet sollen auf dem Areal vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 32 Wohneinheiten entstehen. Geplant sind zweigeschossige Häuser mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss. Die vorgesehene Traufhöfe liegt bei sieben Meter, insgesamt werden die Häuser 9,50 Meter hoch. Zwei Gebäude sollen mit neun Wohneinheiten, die beiden anderen mit jeweils sieben Wohnungen konzipiert werden.

Ein Großteil der Appartements solle als Eigentumswohnung verkauft werden, so Jens Crome. Ob ein Teil der Wohnungen als sozial geförderter Wohnraum entstehen wird, darüber verhandele das Unternehmen derzeit noch mit der Stadt. Auch über die Höhe des Anteils, der dann gegebenenfalls für sozial schwächere Bewohner geschaffen werden könnte, müsse noch gesprochen werden, sagte Crome.

Radweg bleibt unverändert

Die geplante Tiefgarage bietet Platz für 32 Autos, zusätzlich sind im Außenbereich acht Besucherstellplätze vorgesehen. Nach Ansicht der Nachbarn ist das nicht ausreichend. Schon jetzt sei die Straße inklusive Wendeplatz oftmals dichtgeparkt und Fahrer von Müllfahrzeugen hätten Probleme beim Wenden. Das Amt für Straßen und Verkehr hat nach Angabe von Lars Lemke indes keine Einwände gegen die Planung. "Die Zufahrt bleibt in etwa auf der Höhe, auf der sie sich derzeit befindet", kündigte der Stadtplaner an.

Der Fuß und Radweg, der die Straße Eichenhof mit dem Holthorster Weg verbindet, bleibe ebenfalls unverändert. Ein wachsames Auge wollen die Anwohner auf die Bäume haben, die an der Grundstücksgrenze stehen und laut Bauträger und Planungsbüro erhalten werden. Ein unabhängiger Sachverständiger habe vorab ein Gutachten erstellt und so herausgefunden, welche Bäume standsicher seien. Einige Bäume müssten gefällt werden, weil sie krank und umsturzgefährdet seien. Alle anderen würden definitiv erhalten bleiben. "Die Bebauung ist so weit von der Grundstückgrenze entfernt, dass wir die Baumwurzeln nicht überbauen und somit auch nicht beschädigen", versicherte Lemke. In der Mitte des Grundstücks müssen für den Bau der Häuser und der Tiefgarage indes Bäume gefällt werden. Auf den Grundstück plant der Investor zudem einen "grünen Innenhof" und einen Spielplatz, der zweigeteilt geplant ist: eine Hälfte für ältere und eine für jüngere Kinder.

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