Sommerhitze in Bremen Behörde: Pflegeheime auf Hitze vorbereitet

Bremen. "Trinken, trinken, trinken", lautet in diesem Sommer die Devise - auch in den Bremer Altenheimen und Krankenhäusern. Doch nach mehreren Rekordsommern in den vergangenen Jahren sind die Einrichtungen sensibilisiert.
21.07.2010, 21:24
Lesedauer: 2 Min
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Von Julia Fiedler

Bremen. 'Trinken, trinken, trinken', lautet in diesem Sommer die Devise - vor allem in den Bremer Altenheimen und Krankenhäusern. Die anhaltende Hitze macht besonders älteren und kranken Menschen zu schaffen. Doch nach mehreren Rekordsommern in den vergangenen Jahren sind die Einrichtungen sensibilisiert. Beschwerden gebe es kaum, sagt die Bremer Heimaufsicht.

'Alle alten Menschen leiden unter der Hitze', sagt Uwe Glänz, Leiter des Pflegeheims Arbergen der Arbeiterwohlfahrt (Awo). 'Deshalb achten wir besonders darauf, dass die Bewohner ausreichend trinken. Im ganzen Haus haben wir Getränke verteilt.' Außerdem bekämen Heimbewohner auf Wunsch eine Schale mit kalten Wasser, um sich die Füße zu kühlen. 'Den Menschen, die bettlägerig sind, verschaffen wir eine Abkühlung, in dem wir sie mit feuchten Tüchern abreiben.'

Aus der Vergangenheit gelernt

Um eine angenehme Raumtemperatur zu gewährleisten, nutze man ein Beschattungssystem aus Rollos und Folien. 'Außerdem haben wir in jedem Zimmer einen Ventilator stehen.' Seit einigen Jahren ist das Pflegeheim auch in Besitz von mobilen Klimageräten. 'Die haben wir angeschafft, als es das letzte Mal so heiß war', erzählt Glänz. Jetzt herrsche auch in besonders heißen Zimmern eine angenehme Raumtemperatur. 'Es sollte in den Wohnräumen nicht wärmer als 27 Grad sein.'

Damit alles reibungslos verläuft, gebe es regelmäßig Besprechungen mit dem Personal. 'Wir sensibilisieren alle Mitarbeiter, auch die Reinigungskräfte und das Küchenpersonal, für den richtigen Umgang mit den Heimbewohnern bei Hitze', so Glänz. Deshalb hätte es noch keine Beschwerde über die hohen Temperaturen gegeben. 'Wenn man die notwendigen Maßnahmen trifft, kommt man ganz gut mit der Hitze klar.'

Auch bei der Bremer Heimaufsicht ist in diesem Sommer nur eine einzige Beschwerde eingegangen, die mit den hohen Temperaturen zu tun hatte. 'Ein Heimbeirat hat sich beschwert, dass es in einem Heimzimmer wegen fehlender Jalousien sehr heiß geworden ist', berichtet Klaus Krancke, Leiter des Referats 'Ältere Menschen' bei der Sozialbehörde. Inzwischen sei das Problem jedoch gelöst.

Auch in den vergangenen Jahren habe es nur vereinzelt Beschwerden in Bezug auf die Hitze gegeben. 'Ich denke, dass viele Beschwerden nicht bei der Behörde landen. Die Probleme werden meist hausintern geklärt', so Krancke. Dennoch: 'Die Mehrheit der Bremer Altenheime ist gut auf die Hitze eingestellt - viel besser als noch vor einigen Jahren.'

Gut vorbereitet sind auch die vier Bremer Krankenhäuser, die zum Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) gehören. 'Es ist nicht das erste Mal, dass es so heiß ist', sagt Karen Matiszick, Pressesprecherin der Geno. 'Das Pflegepersonal ist angewiesen, den Patienten ausreichen zu trinken zu geben und auf eine angenehme Raumtemperatur zu achten.' In den Operationsräumen und auf der Intensivstation sei die Klimaanlage durchgehend angeschaltet. 'Auch in anderen Bereichen verfügen wir über Klimaanlagen. Aber die Patientenräume kühlen wir in der Regel auf die konventionelle Art.' Weil Klimaanlagen sehr trockene Luft produzierten, seien Ventilatoren und Rollläden auf Dauer besser für die Patienten.

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