Kommentar zum Bildungsmonitor

Bei Bildung ganz hinten

Wer gute Fachkräfte in seinen Firmen haben will, muss in den Schulen mit der Ausbildung anfangen und die Ausgaben erhöhen, schreibt Kristin Hermann in ihrem Kommentar.
15.08.2018, 20:05
Lesedauer: 1 Min
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Bei Bildung ganz hinten
Von Kristin Hermann
Bei Bildung ganz hinten

Für die Lehrer und Schüler, die an den Schulen arbeiten und lernen, sind Ergebnisse schlichtweg demotivierend.

Peter Endig/dpa

Überraschend sind die Ergebnisse des neuen Bildungsmonitors nicht. Alle paar Monate bescheinigt eine Studie, wie schlecht es um das Bremer Bildungssystem bestellt ist. Das ist seit Jahren in der Politik bekannt und seit Jahren wird Besserung gelobt. Wenn Bremen aber sogar noch einen Platz im Ranking verliert – schlechter geht es nun nicht mehr – wird klar: Die Bemühungen reichen einfach nicht aus. Für die Lehrer und Schüler, die an den Schulen arbeiten und lernen, sind diese Ergebnisse schlichtweg demotivierend. Wer gute Fachkräfte in seinen Firmen haben will, muss in den Schulen mit der Ausbildung beginnen und die Ausgaben erhöhen.

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Das betrifft auch andere Bundesländer, wenn man sich die neuesten Erkenntnisse zum Investitionsstau an Schulen zu Gemüte führt, die die Förderbank KfW veröffentlicht hat. Bundesweit müssten etwa 50 Milliarden Euro investiert werden. Auch wenn Bildung vor allem Ländersache ist: Für den Normalbürger ist es nicht ersichtlich, warum bei bundesweiten Steuereinnahmen mit Rekordüberschüssen so wenig für diejenigen bleibt, die es am dringendsten benötigen.

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