Diversity Preis 2019

Bei Opus Einhundert finden alle einen Platz

Bei Opus Einhundert stehen Jugendliche als Botschafterinnen und Botschafter von Vielfalt im Mittelpunkt. Dafür wird das Projekt mit dem Diversity Preis 2019 ausgezeichnet.
02.12.2019, 18:02
Lesedauer: 1 Min
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Von Kornelia Hattermann
Bei Opus Einhundert finden alle einen Platz

Alexander Hauer hat Opus Einhundert initiiert.

Kuhaupt

Mega aus dem Häuschen war Alexander Hauer, dessen Projekt Opus Einhundert – On Stage mit dem Diversity Preis 2019 ausgezeichnet wurde. „Eine Riesen-Wertschätzung“, sagt der Initiator. Die Vielfalt mache die Produktionen aus, die jeweils über ein Jahr laufen und klassische Musik und 100 Jugendliche des 9. Jahrgangs der Oberschule am Waller Ring zusammenbringen. Der Ansatz ist nach Angaben der Diversity-Preis-Jury sehr nachhaltig, da er bei den jungen Menschen ansetzt und Jugendliche zu Botschafterinnen und Botschaftern für Vielfalt, Fairness und gegen Diskriminierung macht.

„Leute, die mitmachen, müssen nur Zeit und Lust mitbringen“, erklärt Alexander Hauer, der 2000 nach Bremen gekommen ist und bis 2004 am Moks gespielt hat. Danach war er freiberuflich tätig, 2012 hat er offiziell Opus Einhundert als gemeinnützige Unternehmensgesellschaft (gUG) gegründet. Er wollte multikulturelle, inklusive und generationsübergreifende Kulturprojekte selbstständig durchführen können, selber Projektträger sein und dafür einen professionellen Rahmen schaffen. Heute gehören neun Teammitglieder, davon sechs fest angestellt, zu Opus Einhundert – Theaterpädagogen, Schauspieler, Handwerker, Musiker und Künstler. Seinen Sitz hat das Projekt im Theater im Volkshaus in der Hans-Böckler-Straße.

„Finanziert werden die Projekte durch Spenden und aus Fördertöpfen. Ich habe eine Idee, und dann muss ich erst mal das Geld besorgen“, erklärt der künstlerische Leiter. In den Projekten, die Orchestermusik, Tanz und Schauspiel verbinden, stecke großes Potenzial. Ausgangspunkt ist eine Vorlage aus der klassischen Theaterliteratur. 2018/19 befasste sich der 9. Jahrgang mit „Ein Sommernachtstraum“ von Shakespeare und im Schuljahr 2019/20 dient „Romeo und Julia“ als Vorlage. In einem gemeinsamen Prozess entsteht ein Musiktheater, in dem die Jugendlichen das Stück in ihre Welt übersetzen und sämtliche Kunstsparten bedienen. Wer nicht im Vordergrund auftritt, arbeitet vielleicht an Bühnenbild, Flyern oder Werbung mit. Ziel sei es, dass alle einen Platz und eine Aufgabe finden.

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