Einstimmiger Beschluss in Horn-Lehe: Für Baubeginn 2013 Beirat fordert Untertunnelung

Horn-Lehe·Oberneuland. Gegen das Ansinnen der Deutschen Bahn, mit dem Bau der Tunnel unter der Bahnstrecke in Oberneuland erst 2015 zu beginnen, hat sich der Beirat Horn-Lehe einstimmig ausgesprochen. Ortsamtsleiter Wolfgang Ahrens sagte, mit dem Votum wolle man einerseits dem Beirat Oberbeuland den Rücken stärken. Andererseits sei Horn-Lehe direkt betroffen, etwa durch den Schleichverkehr im Achterdiek.
09.12.2010, 05:00
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Beirat fordert Untertunnelung
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe·Oberneuland. Gegen das Ansinnen der Deutschen Bahn, mit dem Bau der Tunnel unter der Bahnstrecke in Oberneuland erst 2015 zu beginnen, hat sich der Beirat Horn-Lehe einstimmig ausgesprochen. Ortsamtsleiter Wolfgang Ahrens sagte, mit dem Votum wolle man einerseits dem Beirat Oberbeuland den Rücken stärken. Andererseits sei Horn-Lehe direkt betroffen, etwa durch den Schleichverkehr im Achterdiek.

Besonders der Bahnübergang Rockwinkeler Landstraße verursacht regelmäßig Verkehrsbehinderungen und lange Staus. Diese führten auch zu Verdrängungsverkehr auf Horn-Leher Gebiet. Mit Verwunderung nahm der Beirat die Nachricht der Deutschen Bahn auf, dass wegen Baumaßnahmen im Bestandsnetz - unter anderem die Sanierung des Bahnübergangs Horn-Lehe - kein Geld mehr für den Tunnel vorhanden sei. "Entweder diese Maßnahme war so gering, dass wir im Stadtteil gar nichts davon gemerkt haben. Oder eine große Sanierung steht bevor, die solche finanziellen Beeinträchtigungen bewirkt. Dann muss man aber die Frage stellen, wieso der Beirat davon keine Kenntnis hat", kritisierte Ahrens. In einem interfraktionellen Antrag fordert der Beirat den Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa auf, mit der Untertunnelung wie geplant 2013 zu beginnen. Der Bitte um Aufschub der Maßnahme soll nach Ansicht der Stadtteilpolitiker nicht entsprochen werden.

Als "fadenscheinig" hat der baupolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Jürgen Pohlmann, die Argumentation der Bahn bezeichnet. Die angeführten Erhaltungsmaßnahmen seien lange bekannt gewesen. "Eine Verschiebung des Baubeginns um drei Jahre ist dem Stadtteil und den Menschen, die dort wohnen, nicht zuzumuten", sagte er. Um den geplanten Baubeginn 2013 einzuhalten, hätte die Bahn bis September dieses Jahres die notwendigen Sperrungen im Gleisbereich beantragen müssen. Diesen Termin habe die Bahn jedoch verstreichen lassen. "Es ist schon ein dickes Ding, dass Bremen darüber nicht informiert wurde", so Pohlmann in einer Erklärung. Es sei aus seiner Sicht fraglich, ob die Bahn den Tunnelbau in Oberneuland mit dem nötigen Willen verfolge. Bremen müsse nun versuchen, auf Bundesebene Druck auf die Bahn auszuüben.

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