Protest-Beschluss

Beirat Mitte lehnt Konzept für Recyclingstationen der Bremer Stadtreinigung ab

Die Bremer Stadtreinigung plant ihre Recyclingstationen neu aufzustellen. Der Beirat Mitte hat nun einen Beschluss gefasst, der sich gegen Einschränkungen richtet und fordert lebensnahe Öffnungszeiten.
15.03.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Beirat Mitte lehnt Konzept für Recyclingstationen der Bremer Stadtreinigung ab
Von Sigrid Schuer

Im November 2020 wurde bekannt gegeben, dass die Bremer Stadtreinigung (DBS) plant, ihre insgesamt 15 Recyclingstationen in Bremen neu aufzustellen. Der Entwicklungsplan sieht vor, dass die großen Stationen modernisiert werden sollen, während für sieben kleinere Stationen eine Reduktion auf Grünschnitt geplant ist. Diese Stationen sollen dann nur neun Monate im Jahr geöffnet sein und im November, Dezember und Januar geschlossen bleiben.

Mit einem einstimmigen Beschluss wandte sich nun der Beirat Mitte in seiner jüngsten, gemeinsamen Sitzung mit dem Beirat Östliche Vorstadt einstimmig gegen die geplanten Einschränkungen des Angebots der Recycling-Station Findorff, die auch vielfach von der Bewohnerschaft der Bahnhofsvorstadt frequentiert wird. Der Beirat Mitte fordert in seinem Beschluss, der auf einem Antrag der SPD-Fraktion basiert, dass ein zu erstellendes Zukunftskonzept für die Bremer Recyclingstationen folgende Grundsätze befolgen müsse: Demzufolge müssten die Öffnungszeiten der Reyclingstationen der Berufstätigkeit der Nutzerschaft Rechnung tragen. Weiter heißt es: „Die Schließung der Stationen über Monate lehnen wir kategorisch ab. Wir setzen uns für eine ganzjährige Öffnung der Recyclingstationen ein“. Besonders der Sonnabend müsse bürgerfreundlicher und lebensnah gestaltet werden.

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Es müsse ein flächendeckendes Angebot für ganz Bremen geschaffen werden, das eine wohnortnahe Abgabe der Abfälle und gleichzeitig Ausgewogenheit zwischen den Stationen gewährleiste. Hochmoderne Anlagen dürften nicht zu Lasten von Anlagen mit kleinerem Angebot geplant werden.

„Es ist zu prüfen, ob nach einem Jahr ein Monitoring der abgegebenen Müllmengen sinnvoll ist, um künftigen Bedarfen Rechnung zu tragen“, wird in dem Beschluss formuliert.

Es müsse jedoch unbedingt berücksichtigt werden, dass das Modernisierungskonzept durch ein ausgereiftes Verkehrskonzept flankiert werde, um Verkehrsüberlastungen zu vermeiden. Schließlich wird in dem Beschluss darauf hingewiesen, dass sich die Arbeit auf den Recyclinghöfen sehr sinnvoll mit den Instrumenten der Beschäftigungspolitik ergänzen ließe.

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