Lankenauer Höft: Zwischennutzung und Weiterentwicklung

Beirat wünscht sich moderiertes Bürgerforum

Woltmershausen. Parteiübergreifend wünscht der Beirat Woltmershausen, dass das Gebäude der Gastronomie auf dem Lankenauer Höft bis zum letztmöglichen Termin vor dem Abriss für einen Neubau stehenbleibt. Weil die Woltmershauser andernfalls Vandalismus befürchten, würden sie darüber hinaus eine Zwischennutzung möglichst schon in der bevorstehenden Winterzeit begrüßen.
30.10.2017, 00:00
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Von Reiner Haase
Beirat wünscht sich moderiertes Bürgerforum

Stadtentwicklungsworkshop Lankenauer Höft

Christina Kuhaupt

Woltmershausen. Parteiübergreifend wünscht der Beirat Woltmershausen, dass das Gebäude der Gastronomie auf dem Lankenauer Höft bis zum letztmöglichen Termin vor dem Abriss für einen Neubau stehenbleibt. Weil die Woltmershauser andernfalls Vandalismus befürchten, würden sie darüber hinaus eine Zwischennutzung möglichst schon in der bevorstehenden Winterzeit begrüßen.

In der jüngsten Beiratssitzung haben Vertreter des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen den Woltmershausern übermittelt, dass eine zweite europaweite Ausschreibung des Lankenauer Höfts vorbereitet wird. Dahinter steht als Ziel, die Brache am Kopf der Landzunge zwischen der Weser und der Einfahrt zum Neustädter Hafen mit neuem Konzept und Investor wiederzubeleben.

Die erste Ausschreibung war, wie berichtet, daran gescheitert, dass der einzige Bewerber, der das Gelände mit einem nicht mehr zeitgemäßen Gastronomiegebäude darauf übernehmen wollte, kurzfristig abgesprungen war. Nun baut die Behörde darauf, dass sich mehrere Investoren für ein auf Kosten der Steuerzahler freigeräumtes Gelände interessieren. Den Woltmershausern war freigestellt worden, ob sie den sofortigen Abriss oder den vorübergehenden Erhalt des Gebäudes wollen.

Für den Erhalt des Gebäudes bis zum letztmöglichen Termin spricht für Beiratssprecherin Edith Wangenheim (SPD) allein schon die Möglichkeit, die sanitären Anlagen für Ausflügler und Besucher von Veranstaltungen auf der Landzunge wie dem Fährtag geöffnet zu behalten. Die Zwischennutzung soll Angebote für Jung und Alt enthalten und Gastronomie zu erschwinglichen Preisen bieten. Die Woltmershauser fordern außerdem, dass es keine Freiluftpartys gibt und dass die Einwohner Rablinghausens so weit wie möglich von störendem Lärm verschont bleiben.

Die Zwischennutzung soll in der Beiratssitzung am 18. Dezember zum Thema werden. Die „Zwischenzeitzentrale“ (ZZZ) soll dann ihr Anschlusskonzept vorstellen, und auch andere mögliche Bewerber sollen ihre Absichten vorstellen können. Denn das Projekt „Höftschwung“, für das der Verein „Zucker“ das ehemalige Restaurant am Lankenauer Höft im vergangenen Sommer bespielt hat, ist aus Sicht des Kollektivs von der großen Mehrheit im Beirat in Woltmershausen und einem Teil der Anwohner massiv abgelehnt worden.

Der Beirat Woltmershausen wünscht sich zudem ein moderiertes Bürgerforum für die Weiterentwicklung des Lankenauer Höfts. Die Ergebnisse sollen in das neue Betriebskonzept eingeflochten werden. Die Behörden sollen den Beirat vor der Veröffentlichung der Ausschreibung über die Inhalte informieren, insbesondere in Bezug auf die Kriterien der Bewerberauswahl und ihre Gewichtung.

Bedeutsam ist für die Pusdorfer, dass der Fährverkehr zum Lankenauer Höft zwischenzeitlich nicht zum Erliegen kommt. Überdies erneuert der Beirat die Forderung, die Endstation der Buslinie 24 von Rablinghausen ans Lankenauer Höft zu verlegen. Marita Dilly (CDU) hatte mit dem Antrag verfolgt, die Verlängerung der Buslinie schon für die Zeit der Zwischennutzung zu fordern.

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