Klassik, Jazz, Theater, Pop und Comedy: Kito und Kulturbahnhof präsentieren ihr Februar-Programm

Bekannte Künstler auf Vegesacker Bühnen

Das Kulturbüro Bremen-Nord stellt das Februarprogramm für die Spielstätten Kito, Alte Hafenstraße 30, und Kulturbahnhof, Hermann-Fortmann-Straße 32 vor. Den Anfang machen Lisa-Rebecca Wulff (Kontra- und E-Bass) und Holger Denckmann (Vibrafon und Percussion) am Freitag, 1.Februar, im Kito. Das Jazz-Konzert findet im Rahmen einer Diplomprüfung (Hochschule für Künste Bremen) statt und beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
29.01.2013, 05:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Marina Köglin

Das Kulturbüro Bremen-Nord stellt das Februarprogramm für die Spielstätten Kito, Alte Hafenstraße 30, und Kulturbahnhof, Hermann-Fortmann-Straße 32 vor. Den Anfang machen Lisa-Rebecca Wulff (Kontra- und E-Bass) und Holger Denckmann (Vibrafon und Percussion) am Freitag, 1.Februar, im Kito. Das Jazz-Konzert findet im Rahmen einer Diplomprüfung (Hochschule für Künste Bremen) statt und beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Vegesack. "Guitars, drums and fiddlers – Musik der New York Gypsy All Stars und Anderes"; unter diesem Titel ist die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen am Sonntag, 3. Februar, zu Gast im Kito. Das Konzert mit Daniel Sepec und Konstanze Lerbs (Violine), Stefan Rapp und Sven Pollkötter (Schlagwerk) sowie Andreas Wahl (Gitarre) beginnt um 11 Uhr.

In der Reihe "Songs & Whispers" findet am selben Tag um 20 Uhr ein Konzert im Kito statt. Dieses Mal sind Red Sail und Rein dabei. Red Sail ist eine dreiköpfige Alternative-Band aus Dublin. In ihren Liedern kombinieren sie elektronische Einflüsse mit einem eher traditionellen Songwriting, geprägt von Klavier- und Gitarrenklängen. Der belgische Singer-/Songwriter Rein spielt auf einer handgefertigten Gitarre und singt dazu Folksongs "zwischen Nacht und Tag, irgendwo in der Grauzone, nah am Abgrund". Der Eintritt ist frei.

Schrill. Exzentrisch. Spektakulär. Diese Worte fallen häufig bei dem Versuch, Gabby Young und ihre Band zu beschreiben. Für ihren Sound prägten Fans im heimischen England das Etikett "Circus Swing". Dabei kommt allerdings zu kurz, dass die Frau mit den roten Haaren und den verrückten Outfits eine besonders fantasievolle Variante von Popmusik, mit Elementen aus Varieté-Musik, Oldtime-Jazz, Balkan-Beat – und auch Zirkus-Musik, macht. Gabby Young ist am Donnerstag, 7. Februar, im Rahmen der Reihe "Women in (E)motion" zu Gast im Kito. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

Tags darauf, am Freitag, 8. Februar, 20 Uhr, tritt Sebastian Krumbiegel mit seinem Programm "Solo" im Kito auf. Abseits der großen Bühnen, die er als Mitglied der "Prinzen" regelmäßig bespielt, gibt es einen anderen Krumbiegel: Den Chansonnier, Pianisten, sensiblen Solisten. Neben eigenen bereits veröffentlichten und unveröffentlichten Solostücken wird Krumbiegel das Programm mit Coverversionen von bekannten (Udo Lindenberg, Rio Reiser) und weniger bekannten (Die Art) Künstlern ergänzen, er wird aus seinem bewegten Leben erzählen und interessante Einblicke, musikalische und nicht musikalische, in eine Künstlerseele gewähren.

Am Sonnabend, 9. Februar, 20 Uhr, gibt es Travestie-Theater im Kito. Die Bösen Schwestern alias Chris Palmer und Adrian Anders zeigen ihr aktuelles Programm "Lösegeld für Batta Illitsch". Eine Gitarre, ein Tamburin und eine Flasche Eierlikör sind immer im Gepäck, wenn die zwei betagten, schrulligen Damen Anita und Magda aufkreuzen. Das Herz-Maria-Jesu-Altenheim steht mal wieder Kopf: Um geklaute Windeln kann sich Anita jedoch nicht kümmern, denn sie bereitet ihr Comeback mit einem Liederabend vor, schließlich muss sie das Lösegeld für die entführte Nervensäge Uta Glibbert einspielen. Hilfe bekommt sie von ihrer besten Freundin Magda. Wenn die doch nur Béla Bartók und Bata Illic auseinanderhalten könnte...

Am Sonntag, 10. Februar, findet im Kito wieder das Podium Gitarre statt; eine Kooperation mit der Hochschule für Künste Bremen und der KulturAmbulanz. Studierende der Gitarrenklassen zeigen unter der Leitung von Jens Wagner die Vielfalt konzertanter, klassischer Gitarrenmusik. Beginn ist um 11 Uhr, der Eintritt ist frei.

Maximilian Hecker gilt als eine der größten deutschen Pop-Hoffnungen. Zurzeit ist er auf Tournee um sein siebtes Album "Mirage of Bliss" vorzustellen. Am Donnerstag, 14. Februar macht er Station im Kito. Hecker spielt gefühlvollen Brit-Pop, garniert mit einer Menge Sentimentalität und Melancholie. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

"Kraftwerk goes Jazz" – unter diesem Titel findet am Freitag, 15. Februar, 20 Uhr, ein Konzert im Kito statt: Das experimentierfreudige Schweizer Jazzquartett MenschMaschine rückt den Hymnen der Elektropop-Band Kraftwerk zu Leibe. Die fragmentarischen Songs von Kraftwerk bilden den Fundus, aus dem sich die vier Solisten bedienen, um sich einerseits kreativ und respektvoll vor dem Originalwerk zu verneigen, und andererseits etwas Einzigartiges zu schaffen.

Die Acoustic-Soul-Band Tok Tok Tok sagt mit einem Best-Of-Konzert nach 15 erfolgreichen Jahren "Goodbye". Am Sonnabend, 16. Februar, geben Sängerin Tokunbo Akinro, Multiinstrumentalist Morten Klein, Jens Gebel (Keys) und Christian Flohr (Bass) ihren Nordbremer Fans im Kito die Gelegenheit zum "Goodbye"-sagen. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

Ein ganz persönlicher Abend mit Klaus Lage steht für Donnerstag, 21. Februar, auf dem Kito-Programm. Der Vollblutmusiker mit der unverwechselbaren Stimme geht ab 20 Uhr auf "Zeitreise"; er singt auf seiner zweiten Solotournee sehr bekannte und weniger bekannte, ältere und neue Lieder. Er nutzt die Freiheit als Solokünstler für spontane Einlagen und erzählt von Erfahrungen und Erlebnissen auf seinem langen Weg, ohne dabei in Nostalgie zu versinken. Lage spannt in Liedern und Geschichten einen zeitlichen Bogen von seinen nicht nur musikalischen Anfängen bis zur Gegenwart.

Am Sonnabend, 23. Februar, 20 Uhr, ist Django Asül zu Gast im Kulturbahnhof. Dem Individuum wie auch dem Großen und Ganzen droht der ultimative Burn-out; die Demokratie entpuppt sich endgültig als politischer Blindflug mit finanziellem Größenwahn auf Pump. In seinem neuen Programm "Paradigma" fragt sich Django Asül: "Wie kriege ich die Kurve? Reicht es für mein soziales Umfeld, wenn ich weniger arbeite und noch weniger Auto fahre? Oder muss ich mein Interesse an Mitmenschen auch dadurch zeigen, indem ich ihnen permanent auf den Keks gehe?"

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