Der Wechsel in Bremens Oberstufen Berufliche Gymnasien als Alternative

Bremen. Für viele Bremer Schüler und deren Eltern steht in den kommenden Wochen eine wichtige Entscheidung an. Denn nach Klasse vier und beim Übergang in die Oberstufen haben sie in Bremen die Qual der Wahl.
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Berufliche Gymnasien als Alternative
Von Matthias Lüdecke

Bremen. Für viele Bremer Schüler und deren Eltern steht in den kommenden Wochen eine wichtige Entscheidung an. Denn nach Klasse vier und beim Übergang in die Oberstufen haben sie in Bremen die Qual der Wahl. Und insbesondere die künftigen Oberstufenschüler können bei dieser Entscheidung zugleich die Weichen in Richtung Zukunft stellen - wenn sie schon eine Vorstellung davon haben, in welche Richtung sie ihr zukünftiger Weg führen soll.

Denn nicht nur die Oberstufen an Gymnasien und Oberschulen bieten in Bremen einen Weg zum Abitur. Auch die Beruflichen Gymnasien ermöglichen den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife. Den Schülern stehen, wie allen anderen Abiturienten auch, alle Studienrichtungen offen. Doch neben den allgemeinbildenden Fächern bieten die insgesamt sechs Beruflichen Gymnasien spezielle Profile an, die die Schüler auf ein verwandtes Studium vorbereiten wollen. Für diejenigen, die schon vor der Oberstufe ahnen, in welche berufliche Richtung sie nach dem Studium gehen möchten, hat das durchaus Vorteile.

"Die Abiturienten wissen eher, worauf sie sich einlassen, und haben wertvolle Vorkenntnisse", sagt Hermann Kück, Leiter des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft im Schulzentrum an der Grenzstraße. "Das hilft, die Gefahr des individuellen Scheiterns und der Abbrecherquote in den jeweiligen Studiengängen zu verringern." Zudem bieten die Schulen einen verstärkten Praxisbezug mit dem speziell auf die Profile zugeschnittenen Fächern Fachpraxis und Informationsverarbeitung. Ein Praktikum ist Pflicht und auch wirtschaftliche Grundkenntnisse erwerben alle Schüler.

15 unterschiedliche Profile gibt es an den Schulen insgesamt. So bietet das Schulzentrum Am Rübekamp die Profile Ernährung und Lebensmittel- und Biotechnologie an. Im Schulzentrum Grenzstraße gibt es die Schwerpunkte Betriebswirtschaft, Wirtschafts-Informatik und Recht, im Schulzentrum Neustadt Sozialpädagogik und Gesundheit. Im Technischen Bildungszentrum Mitte können die Schüler die Profile Informationstechnik, Mechatronik sowie Luft- und Raumfahrttechnik wählen, die Wilhelm-Wagenfeld-Schule hat die beiden Profile Gestaltung und Multimedia im Angebot. Eines dieser Profile wird zum nächsten Schuljahr das erste Mal angeboten. Das Schulzentrum Alwin-Lonke-Straße bietet neben seinen bisherigen Profilen Bautechnik/Architektur und Umwelttechnik/Ökologie künftig auch den Schwerpunkt Gestaltungs- und Medientechnik an. Es richtet sich an interessierte Schüler, die später einmal in den Bereichen Design, Gestaltung oder Kommunikation arbeiten möchten und legt den Schwerpunkt auf die dafür nötige Technik. Kenntnisse etwa in Fotografie, Druckverfahren und gängigen Computerprogrammen werden vermittelt. Auch auf angewandtes Projektmanagement legt die Schule wert.

Eine weitere Neuerung zum kommenden Schuljahr ist ein bilingualer Wirtschaftskurs, den das Schulzentrum Grenzstraße in Kooperation mit dem Technischen Bildungszentrum Mitte anbietet. Einzige Voraussetzung sind gute Englischkenntnisse. Hermann Kück glaubt, dass dies ein wichtiges Angebot ist. "In dem bilingualen Kurs wird vor allem wirtschaftliches Fachvokabular in Englisch vermittelt", sagt er, " und das wird in Zeiten der Globalisierung immer wichtiger."

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