Situation rund um Recycling-Container

Schandfleck auf dem Luise-Koch-Platz

Nicht zum ersten Mal gibt es Ärger um Altglas- und Kleidercontainer, deren Umgebung oft schon einen Tag nach der Leerung schon wieder vermüllt ist, wie beispielsweise auf dem Luise-Koch-Platz.
18.06.2020, 05:41
Lesedauer: 2 Min
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Schandfleck auf dem Luise-Koch-Platz
Von Sigrid Schuer
Schandfleck auf dem Luise-Koch-Platz

Rolf Wienbeck findet es unerträglich, dass Altglas und Kleidung neben den Recycling-Containern auf dem Luise-Koch-Platz entsorgt werden. Er fordert, die Container zu entfernen.

PETRA STUBBE

Rolf Wienbeck kann sich aufregen. Das Ärgernis, an dem er fast täglich vorbei kommt: „Seit Wochen ist zu beobachten, dass es rund um die Recycling-Container für Glas und Textilien auf dem Luise-Koch-Platz/Hermine-Berthold-Straße zunehmend zur Vermüllung kommt“, schildert er in einer E-Mail an den WESER-KURIER. Und das sei auch bereits einen Tag nach der Leerung der Fall. „Das ist ein Schandfleck!“, ereifert er sich und fügt hinzu: „Allein, dass der Platz, unser ‚Marktplatz‘ für den freitäglichen Wochenmarkt, vor circa zwei, drei Jahren ungefragt mit diesen Containern bestückt wurde, ist schon eine Zumutung. Der Platz wurde vor sieben, acht Jahren liebevoll hergerichtet. Mit Bänken und Bäumen lädt er viele Anwohner gerne mal zum Verweilen ein“, so der Diplom-Designer weiter. Zudem befinde sich das Altenheim Schöne Flora direkt an der gegenüberliegenden Straßenseite. Eltern, die ihre Kinder in die Kita Bei den Drei Pfählen brächten, müssten die Container passieren, die direkt vor dem Eingangsbereich der Kita aufgestellt worden seien. Wienbeck weist darauf hin, dass Kinder dort Roller- und Fahrradfahren lernen.

„Das Umfeld der Glascontainer ist oftmals dermaßen von Scherben übersät, dass sie eine erhebliche Gefahr darstellen; nicht nur für die Rad- und Rollerfahrer, sondern auch für die älteren Mitbürger, die auf den Gebrauch von Rollatoren oder Rollstühlen angewiesen sind. Der Zustand neben dem Altkleider-Container ist ebenfalls eine Zumutung“, heißt es in Wienbecks Schreiben weiter. Sein kritisches Fazit: „Ich finde die Idee des Recyclings grundsätzlich vernünftig und unterstützenswert, aber in dieser Form unerträglich. Ich würde mich freuen, und da spreche ich vielen Nachbarn aus der Seele, wenn die Container ersatzlos von unserem Luise-Koch-Platz verschwänden!“

Dass eine Entfernung oder Verlagerung der Recycling-Container nicht so ohne Weiteres möglich ist, darauf weist Torben Kapp von der Abteilung Marketing und Kommunikation der Bremer Stadtreinigung hin: „Die Einrichtung der Containerplätze in Bremen erfolgt in einem geregelten Verfahren und in Abstimmung mit den Trägern öffentlicher Belange. Die Einrichtung und auch die Auflösung von Standorten kann nur in Abstimmung mit den jeweiligen Ortsämtern erfolgen. Die Entscheidungen aus dem Beirat werden von uns umgesetzt“. Eine Verlagerung oder Neueinrichtung von Containerplätzen sei vor dem Hintergrund der dichten Wohnbebauung in Bremen problematisch. In der Regel fiele deshalb die Suche nach geeigneten Alternativstandorten auch negativ aus. Kapp hat allerdings auch eine Anlaufstelle parat: Sollte es zu Störungen oder Ablagerungen auf den Containerplätzen kommen, können diese telefonisch unter 361 36 11 oder auch per E-Mail an info@dbs.bremen.de zur Bearbeitung bei dem Kundenservice der Bremer Stadtreinigung gemeldet werden: „Jede Meldung hilft uns und unseren Dienstleitern, die Abfallentsorgung in Bremen weiter zu verbessern“, so Kapp.

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