Kommentar über den AfD-Standort Bremen

Besser nicht

Die AfD Bremen will eine Anlaufstelle in der Falkenstraße. Kritiker werden mit Nazis in einen Topf geworfen. Das schlägt dem Fass den Boden aus, schreibt Frank Hethey.
19.06.2017, 18:58
Lesedauer: 1 Min
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Von Frank Hethey

Die AfD in der Falkenstraße? Das klingt nun wirklich nach einem schlechten Witz. Gerade dort, wo Integration augenscheinlich funktioniert, würde die AfD wie ein Fremdkörper wirken. Dass AfD-Chef Frank Magnitz auch noch die Gegner seiner Partei mit alten Nazis in einen Topf wirft, schlägt dem Fass den Boden aus.

Immer wieder muss sich die AfD fragen lassen, wie sie es eigentlich mit der braunen Vergangenheit hält. Nicht nur, weil man die Partei partout diskreditieren will, sondern weil sie selbst immer wieder Zweifel an ihrer demokratischen Gesinnung aufkommen lässt. Nicht nur, wenn ein Björn Höcke seine unsäglichen Kommentare zur Lage der Nation abgibt, sondern auch, wenn seine Parteifreunde in Bremen ihm nacheifern.

Es ist kein Geheimnis, dass gerade die Führungsriege der Bremer AfD eher dem Höcke-Lager zuzurechnen ist. Und dass es Verbindungen zur Identitären Bewegung gibt, die der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstuft. Da passt die Opferrolle nicht so recht zum munteren Draufhauen in eigener Sache. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren: Die AfD wäre nicht nur in der Falkenstraße fehl am Platze.

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