IHK und Wirtschaftsrat erheben Forderungen

Bessere Anbindung für Nord gefordert

Wirtschaftsverbände erhoffen sich von Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) mehr Tempo bei der Verbesserung der Straßen- und Bahnverbindungen von und nach Bremen-Nord.
22.11.2019, 19:15
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Von Gabriela Keller

Auf eine rasche Lösung der verkehrspolitischen Probleme in Bremen-Nord drängen die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bremen und der Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord. Bei einer Veranstaltung in Vegesack mit Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) haben sie Forderungen formuliert. Für die geplante Sanierung der seit Monaten halbseitig gesperrten Lesum-Brücke auf der A 27 soll zügig die erforderliche EU-weite Ausschreibung erfolgen. Kammer und Firmenvertreter erwarten von der Senatorin zudem ein energischeres Durchgreifen gegenüber der Nordwestbahn. Auf der Strecke der Regio-S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Farge sind Zugausfälle und Verspätungen an der Tagesordnung, es fehlen Lokführer.

„Wir sind dabei, eine Abmahnung an das Unternehmen auszusprechen und zu schreiben“, sagte die Senatorin. Das gehe bei der öffentlichen Hand nicht von heute auf morgen, ein bestimmtes Verfahren sei einzuhalten. Das geforderte dritte Gleis in Burg, das den Personennah- und Güterverkehr entzerren soll, hält auch Schaefer für notwendig. In einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) habe sie sich dafür eingesetzt, dass Bremen dafür Geld aus dem Milliardentopf erhält, mit dem der Bund in den kommenden zehn Jahren Modernisierungen auf der Schiene fördern will. Eine bessere Anbindung von Bremen-Nord erwarten Unternehmen durch den Wesertunnel, der 2024 fertig werden soll. Angeregt wurde eine Weser-Schnellfähre zwischen der Innenstadt und dem Bremer Norden. Schaefer will prüfen, ob Bremen-Nord in eine Machbarkeitsstudie über neue Fährverbindungen aufgenommen werden kann.

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