Besuch aus Niedersachsen

Der Regierungschef des Landes Niedersachsen, Ministerpräsident Dr. Georg Diederichs, kam gestern zu seinem Antrittsbesuch in Bremen bei Bürgermeister Kaisen nicht mit leeren Händen: Er brachte 20 Millionen Mark mit. Allerdings nicht in bar, sondern nur die schriftliche Bestätigung dafür, daß das Kuratorium der Stiftung Volkswagen-Werk, dessen Vorsitzender Dr. Diederichs ist, beschlossen hat, der Freien Hansestadt Bremen diese Summe für den Bau und die Ausstattung einer Universitätsbibliothek zur Verfügung zu stellen, sobald damit begonnen wird, die Pläne für die Universität in Bremen zu verwirklichen..." (5. Juli 1962)
07.07.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Erika Thies

Der Regierungschef des Landes Niedersachsen, Ministerpräsident Dr. Georg Diederichs, kam gestern zu seinem Antrittsbesuch in Bremen bei Bürgermeister Kaisen nicht mit leeren Händen: Er brachte 20 Millionen Mark mit. Allerdings nicht in bar, sondern nur die schriftliche Bestätigung dafür, daß das Kuratorium der Stiftung Volkswagen-Werk, dessen Vorsitzender Dr. Diederichs ist, beschlossen hat, der Freien Hansestadt Bremen diese Summe für den Bau und die Ausstattung einer Universitätsbibliothek zur Verfügung zu stellen, sobald damit begonnen wird, die Pläne für die Universität in Bremen zu verwirklichen..." (5. Juli 1962)

",Wohlwollende Nachbarn und Freunde haben wir in Compiègne gewonnen!’ Diesen Eindruck gewann Frau Senator Annemarie Mevissen bei einem Besuch, der sie im Auftrag des Senats mit einer Delegation am 5. und 6. Juli in die französische Kriegsgräberstadt führte. Der Wille der jungen Bremer, die 1961 ihren Urlaub dazu hergaben, um den alten Soldatenfriedhof bei Compiègne wieder in einen guten Zustand zu bringen, und die Fortführung der Arbeit auch in diesem Jahr hätten in der französischen Bevölkerung tiefen Eindruck gemacht..." (10. Juli 1962)

"Für den neuen ,Bremer Großmarkt’ war gestern auf dem Neuenlander Feld Premiere mit rund 2000 Mitwirkenden. Um 4 Uhr begann die Auffahrt der etwa 500 Erzeuger und Großhändler, um 5.45 Uhr folgten rund 1300 Einzelhändler sowie Wiederverkäufer, und gegen 7 Uhr wurde wieder abgebrochen. Zurück blieb das Großmarktgelände, auf dem sich in Zukunft täglich das gleiche Schauspiel wiederholt. Bisher wurden für den neuen Großmarkt rund 4000 Berechtigungskarten ausgegeben. Bereits am Eröffnungstag reichten die 828 Stände nicht aus, um alle Erzeuger unterzubringen. ,Hallen müssen her!’ stellte Joachim Grunewald, Geschäftsführer der Bremer Großmarkt-Gesellschaft, fest. Mit einem Damenfahrrad fuhr er gestern durch die Marktstraßen, um hier und da helfend einzugreifen. Ihm blieb nichts anderes übrig, als auch noch einen Teil der Marktstraßen als Standfläche freizugeben." (10. Juli 1962)

"Die bremischen Landesbeamten müssen auf höhere Gehälter noch warten. Der Senat hat sich zwar gestern mit der von den Beamtenorganisationen geforderten Besoldungserhöhung um sechs Prozent befaßt, aber noch keine Entscheidung gefällt..." (11. Juli 1962)

"Im Übersee-Museum hat der neue Direktor, Prof. Dr. Hermann Friedrich, seinen Dienst angetreten. Er wurde gestern durch Senator Willy Dehnkamp in sein Amt eingeführt. Im geistigen Leben der Hansestadt ist der Nachfolger von Dr. Wagner seit Jahren bekannt als Leiter des Instituts für Meeresforschung in Bremerhaven. Wiederholt hielt er vor der ,Wittheit’ Vorträge aus seinem Fachgebiet. Ebenso hat er sich weit über die Bremer Landesgrenzen hinaus durch Veröffentlichungen über eigene Forschungsergebnisse einen Namen gemacht. Dr. Hermann Friedrich ist 56 Jahre alt und stammt aus Essen..." (3. Juli 1962)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+